In unserer September-Ausgabe schauen wir voraus auf die Saison 2026/27 und fragen, welche Personen, Produktionen und ästhetischen Entwicklungen die kommenden Monate prägen werden. Im Schauspiel begegnen uns Zombies und Holländerinnen, im Musiktheater künstliche Intelligenz, Digitalisierung und Gesellschaftsdystopien; der Tanz setzt wieder stärker auf große Erzählungen und bekannte Figuren. Dazu kommen Recherchestücke über Alltag, Biografien und lokale Geschichte sowie zahlreiche Intendanzwechsel.
Auf dem Cover ist Bernadette Sonnenbichler, die ihre erste Spielzeit als Intendantin am Theater und Orchester Heidelberg mit „Romeo und Julia“ eröffnet. Im Interview spricht sie über den Wechsel von der Regie in die Leitung, ihr Programm und den Sparzwang, unter dem Theater derzeit arbeiten. Der Schwerpunkt stellt außerdem spannende Künstler:innen und Premieren vor und führt auf einer Landkarte durch die Neustarts der Saison.
Weitere Themen führen nach Bayreuth, wo sich die Festspiele zum 150. Jubiläum ihrer Geschichte stellen: mit Wagners „Rienzi“ erstmals auf dem Grünen Hügel, einer Rede von Michel Friedman und einem „Ring“ in KI-Bildwelten. Wir ziehen Bilanz nach Richard Siegals erstem Jahr mit dem neu formierten Staatstheater Nürnberg Ballett of Difference, besuchen die neue Doppelspitze des tjg. theater junge generation in Dresden und blicken auf Rumänien als dynamisches europäisches Theaterlaboratorium. Dazu kommen David Bowie auf den Bühnen von Berliner Ensemble und Ruhrtriennale, neue Zugänge zum antiken Erbe, der aktuelle Barock-Boom in der Oper und Nassim Soleimanpours Theaterexperiment „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“.