Mit der Neuinszenierung von „Romeo und Julia“ eröffnet Bernadette Sonnenbichler ihre erste Spielzeit als Intendantin am Theater & Orchester Heidelberg. Im Interview spricht sie über den Weg von der Regie in die Leitung, ihr Programm und den allgemeinen Sparzwang.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Frau Sonnenbichler, warum wird eine gute Regisseurin Intendantin?
Bernadette Sonnenbichler Schon als ich Assistentin am Schauspielhaus Graz war, habe ich diese Aufgabe als sehr inspirierend wahrgenommen. Die damalige Intendantin Anna Badora war für mich eine prägende Persönlichkeit, und da kam mir in den Sinn, dass eine solche Verantwortung auch für mich einmal in Frage kommen könnte. Und dann habe ich es viele Jahre lang wieder vergessen. Erst als ich 2022 Oberspielleiterin am Düsseldorfer Schauspielhaus wurde, hatten Intendant Wilfried Schulz und ich die Idee, dass Leitung zu lernen der nächste Schritt sein könnte. Dass ich nun nach Heidelberg zurückkehre, wo ich bereits zweimal inszeniert habe, die Mitarbeitenden teilweise kenne und auch privat eng mit der Stadt verbunden bin, empfinde ich als besondere Fügung.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Wie lernt man Theaterleitung?
Bernadette Sonnenbichler Vermutlich lernt man da nie so ganz aus. Ich habe von Menschen gelernt, die diese Verantwortung bereits tragen, etwa von Wilfried Schulz oder auch Ulrich Khuon. Gleichzeitig entwickelt man sein eigenes Verständnis von Leitung nur durch die konkrete Erfahrung: durch das Arbeiten mit Menschen und die Verantwortung für die künstlerische Entwicklung eines Hauses. Ich fühle mich gut gewappnet, diese Aufgabe zu übernehmen. Ein Mehrspartenhaus ist für mich eine neue Erfahrung – bisher eine sehr schöne und bereichernde. Da schließt sich für mich auch ein Kreis: Als junge Frau wollte ich vor dem Regiestudium ernsthaft Musikerin werden. Etwas, was in meinem Leben also immer eine wichtige Rolle gespielt hat, kehrt nun zurück – das freut mich.

Sophie Stockinger und Jürgen Sarkiss in „Was ihr wollt” am Schauspiel Düsseldorf in der Regie von Bernadette Sonnenbichler. Foto: Thomas Rabsch
DIE DEUTSCHE BÜHNE Kannten Sie die neue Opern-direktorin Sarah Grahneis, vormals Operndirektorin in Braunschweig, schon lange?
Bernadette Sonnenbichler Ich habe Sarah Grahneis im Zuge der Vorbereitung kennengelernt. Wir haben schnell festgestellt, dass wir ähnliche Vorstellungen davon haben, was Oper heute sein kann: ein lebendiger Ort, der Tradition und Gegenwart miteinander verbindet und neue Perspektiven eröffnet. Ich freue mich sehr, mit ihr und Mino Marani, unserem Generalmusikdirektor, der das Haus bereits kennt, starke künstlerische Partner:innen an meiner Seite zu haben.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Werden Sie selbst mal eine Oper inszenieren? Ist das geplant?
Bernadette Sonnenbichler Ich würde das nicht ausschließen.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie machen in der ersten Spielzeit nur eine Inszenierung: „Romeo und Julia“. Wahrscheinlich bewusst, um Zeit für anderes zu haben?
Bernadette Sonnenbichler Ja, auf jeden Fall. Ganz bewusst. Im ersten Jahr und auch im zweiten.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie inszenieren auch nicht auswärts?
Bernadette Sonnenbichler Frühestens ab dem dritten Jahr. Ich will das klar beschränken. Das ist, glaube ich, sowohl fürs Haus als auch für mich eine Art von Klarheit. Es gibt reichlich zu tun außerhalb des Inszenierens …
DIE DEUTSCHE BÜHNE Noch mal zurück zum Berufswechsel oder der Berufserweiterung von Regie zur Intendanz. Nach den Erfahrungen in Graz: Warum wollen Sie nicht weiter „nur“ Regisseurin sein?
Bernadette Sonnenbichler Die Gestaltungsmöglichkeiten sind in der Intendanz viel größer. Ich empfinde es als großes Geschenk, so einen Kulturort für eine Stadt zu denken und zu prägen. Theater ist für mich ein demokratischer Raum, den wir bewahren, weiterentwickeln und für möglichst viele Menschen öffnen müssen. Dass ich das spartenübergreifend tun kann, empfinde ich als ein besonderes Privileg. Das Theater mit seinem Orchester ist ein Schatz. Es gehört zu den wenigen Orten, an denen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen zusammenkommen und an denen Gegensätze nebeneinander stehen und ausgehalten werden können. Als Regisseurin gestaltet man einen Abend, als Intendantin schafft man die Voraussetzungen dafür, dass viele unterschiedliche künstlerische Handschriften und Perspektiven ihren Platz finden.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Wie gehen Sie die Zusammenarbeit mit den Spartenleitungen an? Oder anders gefragt: Inwieweit mischen Sie mit in den Sparten außerhalb des Schauspiels?
Bernadette Sonnenbichler In Düsseldorf habe ich als Oberspielleiterin erlebt, wie fruchtbar ein künstlerisches Leitungsteam arbeiten kann. Diese Erfahrung hat mich sehr überzeugt. Deshalb war es für mich naheliegend, dass ich auch in Heidelberg auf ein solches Miteinander setzen möchte – nun mit Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater, Tanz, Konzert und Oper. Ich verstehe uns als künstlerisches Leitungsteam, das die unterschiedlichen Sichtweisen der Sparten zusammenbringt. Die Verantwortung liegt am Ende bei mir und dem kaufmännischen Direktor, aber sie entsteht aus dem gemeinsamen Nachdenken und dem Vertrauen in die Expertise der anderen.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Warum veranstalten Sie ein Beethoven-Festival? Was hat Heidelberg mit diesem Komponisten zu tun?
Bernadette Sonnenbichler Der Anlass ist Beethovens 200. Todestag. Zugleich hat Mino Marani in den vergangenen Jahren mit dem Philharmonischen Orchester sämtliche Beethoven-Symphonien erarbeitet. Es lag deshalb für uns nahe, diesen besonderen Moment aufzugreifen und Beethoven nicht nur als historischen Komponisten zu feiern, sondern seine Musik zum Ausgangspunkt eines vielfältigen Festivals zu machen.

Ihre Inszenierung von „Der Meister und Margarita” am Theater Aachen. Foto: Carl Brunn
DIE DEUTSCHE BÜHNE Wird das eine einmalige Sache, oder folgt nächstes Jahr ein Brahms-Festival?
Bernadette Sonnenbichler Nein. Das Beethoven-Festival ist kein Modell, das wir jedes Jahr auf einen anderen Komponisten übertragen. Es beschreibt vielmehr sehr gut, wie ich Theater denke: Das Herzstück sind die Symphonien, die Exzellenz des Philharmonischen Orchesters, und das darf so sein und soll so sein, und gleichzeitig – und das muss überhaupt kein Widerspruch sein – möchten wir ein breites Angebot schaffen, das unterschiedliche Menschen anspricht: etwa mit einem Angebot für taube Menschen, die in den Generalproben die Vibrationen des Orchesters spüren können, und mit einem selten aufgeführten außergewöhnlichen Chorkonzert Beethovens. Oder auch mit den Flying Steps – einer international bekannten Breakdance-Gruppe, die wir eingeladen haben, gemeinsam mit Heidelberger Jugendlichen eine Tanzperformance zu Beethoven zu entwickeln. Als Abschluss veranstalten wir ein großes Communityprojekt, bei dem wir die Stadt einladen, gemeinsam die „Ode an die Freude“ zu musizieren und zu singen. Diese Verbindung von künstlerischer Exzellenz und echter Teilhabe ist für mich kein Widerspruch, sondern die Essenz dessen, was Theater heute sein kann.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Was verbirgt sich hinter dem „Mobilen Projekt“, das im Jahresprogramm aufgeführt ist?
Bernadette Sonnenbichler Die Idee ist, das Theater in beide Richtungen zu öffnen: Wir möchten möglichst viele Menschen zu uns ins Haus einladen – und zugleich mit dem Theater in die Stadt gehen. Deshalb schicken wir einmal pro Woche das TheaterMobil in die Stadtteile: einen Truck, der sich seitlich öffnen lässt und so zur Bühne wird. Dort zeigen wir kleine Formate, Ausschnitte aus Produktionen, Mitmach- und Begegnungsangebote. So möchten wir Menschen erreichen, für die der Weg ins Theater nicht selbstverständlich ist, und Neugier auf das gemeinsame Theatererlebnis wecken.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Wie ist für Sie das Verhältnis von Kunst und Vermittlung im künftigen Theater Heidelberg?
Bernadette Sonnenbichler Ich denke, Theater muss sich nicht so sehr entscheiden zwischen „Wir sind jetzt der Exzellenztempel“ oder „Wir sind für viele da“. Seine Stärke liegt darin, beides zugleich sein zu können, also künstlerisch anspruchsvolle Arbeiten zu zeigen und gleichzeitig möglichst viele Menschen einzuladen, daran teilzuhaben – mit unterschiedlichen Stoffen, Formaten und Zugängen. Deshalb haben wir auch keine eigene partizipative Sparte gegründet.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Weil es am Geld fehlt?
Bernadette Sonnenbichler Nein. Ich hätte das auch unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten nicht vor. Mir ist wichtiger, dass diese Offenheit das ganze Haus prägt und nicht nur in einem einzelnen Bereich stattfindet. Wir haben bereits in der ersten Spielzeit drei partizipative Produktionen in unterschiedlichen Sparten geplant: im Schauspiel die Uraufführung von „Mama, bitte lern Deutsch“ von Tahsim Durgun gemeinsam mit Heidelberger Bürger:innen. Im Tanz mit „Liebes.Rausch“ für Menschen von 9 bis 99 Jahren und im Kinder- und Jugendtheater mit „Schöne neue Welt“ über Digitalität und Identität. Da stehen junge Menschen aus Heidelberg und der Region auf der Bühne, die ihre eigenen Erfahrungen mit Smartphone, Social Media und so weiter teilen. Aus meiner Zeit in Düsseldorf habe ich gelernt, dass Partizipation und künstlerische Exzellenz kein Gegensatz sind. Im Gegenteil: Als unterschiedliche ästhetische Formen können sie sich im Spielplan gegenseitig bereichern.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Im Tanz haben Sie mit Tim Plegge einen neuen und erfahrenen Spartenleiter, der, wie das üblich ist, eine neue Compagnie aufgebaut hat. Das Schauspiel leiten Sie, beim Blick durch das Spielzeitheft, wohl mit viel Kontinuität?
Bernadette Sonnenbichler Das Schauspielensemble ist zur Hälfte neu, es war mir von Anfang an wichtig, Kontinuität und neue Impulse miteinander zu verbinden. Ich habe große Wertschätzung für die Arbeit, die mein Vorgänger Holger Schultze und sein Team in den vergangenen 15 Jahren geleistet haben. Gleichzeitig ist es nach einer so langen Intendanz wichtig, eigene Akzente zu setzen und neue Perspektiven einzubringen. Ich freue mich sehr, ein Haus zu übernehmen, das hervorragend aufgestellt ist. Keine Selbstverständlichkeit.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Jetzt besteht die Gefahr bei einer neuen und unerfahrenen Intendantin, dass der Einschnitt benutzt wird, um beim Theater radikal zu kürzen. Wie haben Sie das wahrgenommen?
Bernadette Sonnenbichler Schon im Berufungsverfahren wurde klar, dass sich die finanzielle Situation der Stadt verändert hat und dass die neue Intendanz – unabhängig davon, wer sie übernimmt – ihren Beitrag zur Konsolidierung leisten muss. Insofern hat mich das nicht sonderlich überrascht. Wir erleben derzeit einen grundlegenden Wandel. Nur noch wenige Theater können wirtschaftlich einfach weitermachen wie bisher. Nicht umsonst hat der Deutsche Bühnenverein einen Zukunftspakt zwischen Theatern und ihren Trägern empfohlen. Überall wird nach tragfähigen Lösungen gesucht. Und die Herausforderung besteht sicher darin, verantwortungsvoll zu konsolidieren, ohne die künstlerische Vielfalt oder die Substanz eines Hauses aufs Spiel zu setzen.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Und wie machen Sie das?
Bernadette Sonnenbichler Als Doppelspitze haben Thomas Eisenträger und ich in den vergangenen eineinhalb Jahren gemeinsam einen Konsolidierungsplan erarbeitet – in engem Austausch mit dem Oberbürgermeister und dem Kämmerer. Diesen Weg setzen wir nun um. Zwar würde ich mir auch andere Rahmenbedingungen wünschen – goldene Zeiten, in denen die Kultur nicht infrage gestellt wird. Aber wir müssen die Realität anerkennen: Viele Kulturinstitutionen stehen derzeit unter erheblichem Legitimationsdruck. Umso wichtiger ist es, verantwortungsvoll zu wirtschaften, ohne den so wichtigen künstlerischen und gesellschaftlichen Auftrag des Theaters aus dem Blick zu verlieren.

Brechts Parabel „Der gute Mensch von Sezuan“ am Theater Aachen. Foto: Marie-Luise Manthei
DIE DEUTSCHE BÜHNE Gerade in dieser Lage hilft es ja schon, wenn Gesellschaft und Politik Wertschätzung fürs Theater und für die Kultur teilen. Da sehen Sie keine Krise in Heidelberg?
Bernadette Sonnenbichler Ich kann nur von meinem subjektiven Eindruck sprechen, ich habe ja keinen Vorher-Nachher-Vergleich. Einen Mangel an grundsätzlicher Wertschätzung habe ich in Heidelberg nicht erlebt. Ich erlebe vielmehr eine Stadt, die angesichts schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen um tragfähige Lösungen ringt. Sicher hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle einen anderen Kommunikationsweg gewünscht. Aber das ändert nichts daran, dass wir gemeinsam vor einer Herausforderung stehen, die viele Kommunen derzeit betrifft. Und ich glaube, alle Kulturschaffenden sind massiv dazu aufgefordert, die Wichtigkeit, die Dringlichkeit und die Notwendigkeit von Kulturinstitutionen hochzuhalten, zu verteidigen und Menschen dafür zu gewinnen, diesen Auftrag mitzutragen.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie selbst inszenieren zum Start „Romeo und Julia“, das haben Sie auch vor zehn Jahren in Düsseldorf getan. Nun wird es eine neue Inszenierung geben. Geht die in Richtung Überschreibung?
Bernadette Sonnenbichler Nein, es ist keine Überschreibung, sondern eine gezielte Erweiterung der Fassung. Wir spielen die Übersetzung von Thomas Brasch, die Mithu Sanyal punktuell mit neuen Texten erweitert hat. Mi-thu und ich hatten schnell das Gefühl, dass „Romeo und Julia“ in seinem Kern sehr heutig ist. Unsere Fassung gibt zudem der Amme und Lorenzo mehr Raum. Das Stück erzählt von einer Gesellschaft, die sich an Gewalt und Feindschaft gewöhnt hat. In einer Welt aus Krieg, Hass und -Ignoranz, in der Tyrannen immer wieder neue Schlachtopfer hervorbringen, gibt es eine Jugend, die sagt: „Habt ihr einen Knall, wieso passiert hier so was?“ Und die diesem Zustand ein anderes Prinzip entgegensetzt. Dazwischen steht eine mittlere Generation, die versucht, damit umzugehen, vielleicht auch zwischen den Stühlen sitzt. Lorenzo und die Amme sehen das Grauen, wollen helfen und unterstützen – und verschlechtern damit noch die Lage. Das fanden wir sehr aktuell. Als Teil dieser Generation kann ich mich mit diesen Figuren sehr gut identifizieren.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Haben Sie bei den Proben festgestellt, wie sich Ihr Blick auf das Stück nach zehn Jahren verändert hat?
Bernadette Sonnenbichler Es gibt doch diesen Spruch, dass Regisseur:innen beim zweiten Mal immer sagen: Jetzt habe ich das Stück verstanden. Und tatsächlich ging es mir so: Mein Blick auf den Stoff hat sich sehr verändert, ich entdecke heute andere Dinge darin als vor zehn Jahren. Es ist eine wunderbare Wiederbegegnung mit dem Stück, und es ist auf jeden Fall ein sehr schöner Stoff, um ein Haus zu eröffnen, weil man damit ein junges Ensemble hervorragend vorstellen kann. Und weil es Fragen und Themen verhandelt, die uns heute unmittelbar beschäftigen.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Aber ohne Happy End …
Bernadette Sonnenbichler So düster alles am Ende in der Gruft wird, zeigt Shakespeare doch eine Jugend und einen Aufbruch, Freude und Licht, indem er die Liebe ins Zentrum stellt. Selbst wenn am Ende alles in Dunkelheit versinkt, bleibt diese Kraft der Figuren spürbar. Das finde ich auch für den Beginn einer Intendanz schön.
DIE DEUTSCHE BÜHNE Wie gehen Sie als Intendantin mit Rückschlägen um, etwa als Sie erfuhren, dass Thomas Eisenträger nach Wiesbaden geht?
Bernadette Sonnenbichler Irgendetwas kommt doch immer anders als geplant. In solchen Situationen hilft Teamwork. Und es hilft enorm, dass Heidelberg ein so tolles Haus mit engagierten Mitarbeitenden ist. Ich sage das nicht aus Höflichkeit, sondern aus Erfahrung: Als Regisseurin habe ich viele verschiedene Häuser kennengelernt, und man spürt sehr schnell, welche Atmosphäre und welcher Geist in einem Theater leben. Ich empfinde es als außergewöhnlich, mit welcher Leidenschaft und Herzlichkeit die Menschen hier arbeiten und wie viel sie möglich machen. Dabei ist die Mannschaft vergleichsweise klein und leistet dafür unglaublich viel. Zu solchen Veränderungen gehört auch, gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt gute Lösungen zu finden. Mit Dominique Mayr konnten wir in sehr kurzer Zeit einen erfahrenen Kulturmanager als neuen kaufmännischen Direktor gewinnen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.
Bernadette Sonnenbichler wurde 1982 in München geboren, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien Regie und war von 2006 bis 2008 in Graz Regieassistentin. Seit 2007 arbeitete sie als Hörspielregisseurin und gewann 2008 den Deutschen Hörspielpreis. Ab 2008 folgten freie Regiejahre am Berliner Ensemble, am Schauspiel Stuttgart, am Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Nürnberg, am Theater Heidelberg, am Schauspielhaus Graz, am Theater Münster und am Residenztheater München. Seit 2016/17 war sie Hausregisseurin am Schauspielhaus Düsseldorf. Zur Saison 2026/27 übernahm sie die Intendanz des Theaters Heidelberg.