sechs Personen posieren für ein Foto, vier im Hintergrund, zwei im Vordergrund

BONUS: Heft-Release DIE QUEERE BÜHNE 2026

Bereits zum dritten Mal ist unser Sonderheft DIE QUEERE BÜHNE erschienen, das queere Perspektiven am Theater sichtbar macht. Dazu diskutieren in unserem Podcast „Schwerpunkt Theater“ beim Heft-Release am 2. Juli 2026 am Nationaltheater Mannheim Schauspieler Sandro Šutalo alias Dragqueen Miss Sara Jevo mit Regisseur:in Milo Čortanovački und die DEUTSCHE-BÜHNE-Redaktion.

 

„Wir sind keine Schublade, wir sind eine ganze Kommode!“ schreibt Schauspieler Sandro Šutalo in seinem Text in der diesjährigen Sonderaufgabe DIE QUEERE BÜHNE 2026. Dieser Satz stammt aus dem Stück „Miss Sara Jevo“ über Šutalos gleichnamige Dragpersona, das sich mit Queerness und Migration auseinandersetzt.

Nach Release-Veranstaltungen in Leipzig, Berlin und Köln stellt die Redaktion der DEUTSCHEN BÜHNE nun auch dieses Sonderheft an einem Theater vor, an dem eine:r der im Heft gefeaturerten Künstler:innen arbeitet. Nach Intendantin Miriam Tscholl am TdjW in Leipzig und Schriftstellerin Jenny Erpenbeck am Deutschen Theater in Berlin, Autor und Regisseur Sergej Gößner sowie dem künstlerischen Leiter der Kölner COMEDIA, Manuel Moser, bestand das Podium dieses Mal aus Schauspieler Sandro Šutalo alias Dragqueen Miss Sara Jevo sowie Regiesseur:in Milo Čortanovački. Im Gespräch mit Redakteurin Martina Jacobi und Co-Chefredakteurin Ulrike Kolter ging es um DIE QUEERE BÜHNE, um die Inszenierung „Miss Sara Jevo“ in Mannheim und queere Positionen am Theater.

Zum Auftakt begrüßt Intendant des Nationaltheaters Mannheim Christian Holtzhauer und Ulrike Kolter spricht über DIE DEUTSCHE BÜHNE und Sonderausgaben wie DIE QUEERE BÜHNE.

Im Anschluss erzählt Sandro Šutalo, was ein so persönliches Stück wie „Miss Sara Jevo“ in ihm selbst als migrantisch und queer auslöst. Er berichtet, wieviel Resonanz ihn aus dem Publikum erreicht und welchen großen Halt ihm ein Heft wie die QUEERE BÜHNE gibt. Mit Milo Čortanovački spricht der Schauspieler über die Entstehung der Figur und Dragqueen Miss Sara Jevo, die Verbindung von „jugo und queer“ sowie die Recherchereise nach Sarajevo mit Dramaturgin Mascha Luttmann.

Für Šutalo geht es in „Miss Sara Jevo“ nicht nur ums Queer-Sein, sondern um einen Menschen, mit dem sich jede:r auf eine Art und Weise identifizieren kann. Das führt die Diskussion zu Queerness als Selbstverständlichkeit im Theater, für die es keine Label mehr braucht. Andererseits betont Šutalo gerade die Relevanz solcher Labels, die Repräsentation und Sichtbarkeit queerer Inhalte stärken.

Schließlich sprechen die Podiumsteilnehmenden über Rollenbilder, das Aufbrechen von Gendernormen und was es bedeutet, „nach einem Typ“ besetzt zu werden. Es geht um gegengeschlechtliches Besetzen in Inszenierungen und inwiefern Theater schon immer eine queere Kunstform mit Freiräumen für queere Personen war.

Alle Folgen unseres Podcasts gibt es auch bei Spotify, Apple Podcasts und Amazon Music.