Mit dem unaufgeregten Spiel gelingt es der Inszenierung, junges Publikum anzusprechen, wenn es sich denn vor dem Bildschirm niederlässt. Kleine Textwackler in dieser Premiere einer theatralen Dürrezeit wirkten bei der zur cleanen Ästhetik neigenden Streamingvermittlung keineswegs als Verlust. Die kurze Einleitung durch den Dramaturgen und das anschließende Gespräch der Beteiligten rundeten das digitale Theatererlebnis ab. Diese „Liebe Kitty“ ist bei allem Verlust von Live-Theater ein gewinnbringendes Spiel um Würde bei ganz großen Verlusten von Freiheit, Menschlichkeit und Leben.
