Als einzige Frau im Choreografen-Trio stellt anschließend Stephanie Thiersch mit „No Lands End“ ihre Version einer wandelbaren, verwundbaren Welt auf die Bühne: Straßenbilder mit 50 Statisten, Fellinihafte Szenen von großer Suggestion. Nichts passt zusammen, und doch hat alles einen zauberischen Klang, der klagende Mann unter dem herabfließenden Wasser, der sentimental Song zum schönsten Striptease, den man je im Theater gesehen hat: Lea Tirabasso ist ein weinendes Wunderkind, nackt und schutzlos. Diese Welt ist so schwarz wie schön.
