Hinter dem Rollband betreten Menschen – ebenfalls ganz in schwarz und barfuß – den Raum. In den Armen oder auf dem Rücken tragen sie Kinder. Manche schleifen eins hinter sich her, bleich und leblos wie Leichen. Makabre Rituale – mechanisch, selten mit einem Hauch Zärtlichkeit – werden von leisem Summen untermalt. Irgendwann entsteht ein vielstimmiger, harmonischer Chor daraus. Das plärrende Ostinato eines Dudelsacks übertönt ihn. Die Kinder erwachen aus ihrer Starre, bemächtigen sich nun der Erwachsenen, rennen, hüpfen – immer mehr werden es, 17 zum Schluss gegenüber den neun Erwachsenen. Aber die Spiele entbehren jeder Fröhlichkeit. Auch der Marsch hinter dem dudelnden Kinderfänger her wirkt wie ein Trauermarsch. Vom Arm des Krans baumelt schließlich kopfüber der Dudelsackpfeifer. Abrupt endet der danse macabre.
