Auch das Bühnenbild von Michael Lindner setzt das Zimmer des Jakob in das Zentrum der Bühne, ein Kasten, der nach hinten transparent ist und während des Spiels, wenn die Situationen für den Jungen immer bedrohlicher werden, immer weiter nach vorne geschoben wird und ihm den Handlungsraum immer weiter beschneidet. Links von diesem Kasten steht ein Sofa für den Raum der Eltern, rechts ist das Zimmer von Hannah, auf und vor dem Kasten sind Plätze im Freien. Auch durch diese klug ausgeleuchteten Spielorte entsteht eine Dynamik, die in ihrer Rasanz der des Mobbing entspricht und eine starke emotionale Wirkung erzeugt. Sicher hängt diese auch damit zusammen, dass es Mia Constantine gelungen ist, ein starkes neunköpfiges Ensemble zusammen zu bringen, dass sich aus den Mitgliedern des Jungen Theaters Regensburg, des großen Hauses, Jugendclub und gecasteten Jugendlichen zusammensetzt. Eine starke Inszenierung, die während der Bayerischen Theatertage, die noch bis zum 10. Juni in Regensburg stattfinden, herauskam.
