All das könnte als Konzept durchgehen: „Buddenbrooks“ als Tableau vivant mit eingesprochenem Text. Aber so konsequent ist Strieb dann nicht. Christian Buddenbrook darf selbstmitleidig herumschlawinern als dauernd abgebrannter Ich-will-Spaß-Typ. Und Tonys Freier sind als Störmanöver der Etikette und Schmunzelfaktoren durchaus vitale Gecken – aber eindimensional wie alle Figuren. Thomas Manns Gesellschaftsroman wird brav erstickt in blutleerer Theaternostalgie. Hölzern, nicht viel versprechend – dieser Intendanteneinstieg.
