„Ich bin niemand, der die Vergangenheit verklärt“

aus Heft 06/2026 zum Schwerpunkt »Deutscher Theaterpreis DER FAUST 2026«

Die Sängerin, Opernregisseurin, Gesangspädagogin und Intendantin Brigitte Fassbaender erhält den Deutschen Theaterpreis 2026 für ihr umfassendes Lebenswerk. Ein Gespräch im Chiemgau über ihren Vater als Gesangslehrer, das Potenzial junger Stimmen, den Verfall der Liedkunst und warum man für diesen Beruf brennen muss.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Frau Fassbaender, Sie sind in eine Künstlerfamilie hineingeboren, Ihre Mutter Sabine Peters war Bühnen- und Filmschauspielerin, Ihr Vater Willi Domgraf-Fassbaender ein bekannter Bariton. War Ihre Bühnenkarriere vorbestimmt?

Brigitte Fassbaender
Eigentlich stand das Leben auf der Bühne immer im Vordergrund bei uns. Von Kindheit an habe ich mich verkleidet, den Schminkkoffer meines Vaters gefunden und seine Kostüme ausprobiert. Damals reisten die Sänger teils mit eigenen Kostümen: Er hatte sein Rigoletto-Kostüm, weil er mit dieser Paraderolle viel gastierte. Meine Mutter kaufte manchmal Sachen von ihrer Filmerei, die zum Teil nach dem Krieg für mich umgearbeitet wurden. Ich erinnere mich an eine Lederjacke, die ich liebte und ewig getragen habe. Also ja: Ich war umgeben von Theater und Oper.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Es gibt eine Anekdote, dass Sie Ihrem Vater eine Aufnahme Ihrer Stimme geschickt haben mit der Frage, ob sich eine Gesangskarriere lohne. Hat er Sie vorher nie bewusst singen gehört?

Brigitte Fassbaender Doch, als ich ungefähr acht, neun Jahre alt war. Als ich bemerkte, dass er zuhörte, bin ich verstummt. Erst am Ende der Schulzeit habe ich wieder angefangen, meine Stimme auszuprobieren. Da war irgendetwas Ungewöhnliches in mir, was ich noch verbarg, bis es mit Macht herauswollte. Eine Schulfreundin begleitete mich dann am Klavier, wir haben heimlich in der Schulaula Arien und Lieder ausprobiert – und dann gab es nichts anderes mehr. Als mein Vater dieses Tonband hörte, rief er mich sofort an und sagte: „Schönes Material, ich bilde dich aus, wenn du diesen schweren Beruf wirklich willst.“

DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie hatten bei Ihrem Vater Gesangsunterricht. Er war Oberspielleiter am Theater in Nürnberg, wohin es ihn nach dem Krieg verschlagen hatte. Er inszenierte und sang und hatte die Gesangsklasse am dortigen Konservatorium …

Brigitte Fassbaender Gesangsunterricht hatte ich am Wochenende bei ihm privat, aber ich habe immer bei ihm hospitiert. Da lernt man so viel!

DIE DEUTSCHE BÜHNE Hat es denn zwischenmenschlich funktioniert, Unterricht beim eigenen Vater zu bekommen? Das kann ja durchaus schwierig sein.

Brigitte Fassbaender Das basierte auf vollkommenem Vertrauen und Liebe. Mein Vater war ein wunderbarer Pädagoge, das war auch ein menschlicher, persönlichkeitsbildender Unterricht. Er hat mir vieles, vor dem man sich am Theater hüten sollte, vermittelt. Einen Spruch zitiere ich öfter, der hat mich ein Leben lang begleitet: „Sitz nicht zu viel in der Kantine rum, da sitzen nur die Unzufriedenen.“ Das habe ich mir hinter die Ohren geschrieben.

Brigitte Fassbaender beim Covershooting. Foto: Tobias Kruse/OSTKREUZ

DIE DEUTSCHE BÜHNE Octavian („Rosenkavalier“), Cherubino („Figaro“), Orlofsky („Fledermaus“), Hänsel, Sesto („Titus“): Diese Hosenrollen haben Ihre Karriere geprägt, zumal Ihre jugendliche Ausstrahlung, Statur und Timbre perfekt passten. Aber mit diesen Partien ging es ja nicht los?

Brigitte Fassbaender Nein, das war ein langsamer Aufbau. Ich habe 1961 in München an der Bayerischen Staatsoper angefangen und mich hochgedient, wirklich, keine Magd und kein Page, die ich nicht gesungen hätte – die gibt es ja in jeder Oper. Im „Figaro“ war ich erst Blumenmädchen, dann Cherubino. Im „Rosenkavalier“ dritte Adelige Waise, Anina und dann erst Octavian, in „Elektra“ erst Magd, dann Klytämnestra, in „Salome“ Page und dann Herodias.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie waren gerade einmal 21 Jahre jung bei Ihrem ersten Engagement an der Bayerischen Staatsoper …

Brigitte Fassbaender Ich hatte drei Jahre Studium hinter mir, und für meinen Vater kam das viel zu früh. Aber die in München meinten, Nürnberg sei ja nicht so weit, und er könne mich doch weiter betreuen. So lief es dann. Ich bin mit allem zu meinem Vater gegangen und habe mir Rat und Hilfe geholt. Es war ein Glücksfall, dass ich diese liebevolle Überwachung hatte. Er hat darauf geachtet, dass ich mir meines Rüstzeugs immer möglichst sicher war. Damals haben die Intendanten der Opernhäuser noch etwas von Stimmen verstanden und haben gemerkt, dass sie da eine junge Stimme in der Hand hatten – ein rohes Ei sozusagen –, die man nicht überlasten darf. Man hat mich vorsichtig ans Repertoire herangeführt und mir manche Gastspiele verweigert, weil es noch zu früh sei. Das musste ich dann meist schweren Herzens einsehen.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Wenn man alte Aufnahmen anhört, etwa Sie als Olga mit Fritz Wunderlich im „Eugen Onegin“ in den 1960ern in München, dann fragt man sich, ob diese wunderbar klare Artikulation heute an Bedeutung verloren hat. Empfinden Sie ähnlich?

Brigitte Fassbaender Das kann man nur bedingt lernen, das hat man oder nicht. Ich hatte das immer, auch durch die Tatsache, dass ich im Elternhaus nur gutes Sprechen gehört habe. Meine Mutter als Schauspielerin artikulierte perfekt, mein Vater hatte eine wunderbare Sprechstimme. Bei manchen Sängern muss man dauernd an der Textverständlichkeit arbeiten, manche bringen das selbstverständlich mit. In meinen Kursen achte ich immer auf eine gesunde und natürliche Aussprache. Andererseits: Übertrieben deutlich zu sprechen, reduziert die Klangproduktion.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Beobachten Sie einen Qualitätsverlust junger Stimmen?

Brigitte Fassbaender Ich bin niemand, der die Vergangenheit verklärt. Ich denke, es gibt heute genauso viel gute Stimmen. Merkwürdig ist nur, bei wie wenigen Stimmen man nach einigen Tönen schon weiß, wer es ist. Auch dieser Perfektionsanspruch auf den CD-Covern! Verpackungswahn. Unser Anspruch war damals „menschlicher“, nicht so perfektionistisch. Ich glaube, dass wir heute unter Social Media leiden. Die Möglichkeit der Selbstvermarktung von Sängerinnen und Sängern im Internet hat inzwischen offensichtlich Priorität. Nach meiner Erfahrung ist eine Stimme live oder über Computerlautsprecher gehört ein himmelweiter Unterschied. Mir ist zu Ohren gekommen, dass es Opernhäuser gibt, die nach YouTube besetzen. Na, prost Mahlzeit! Es ist nicht so, dass es nur früher gute Sänger gab. Quatsch! Ich verteufle auch nicht das sogenannte Regietheater. Ganz im Gegenteil, ich finde es hochinteressant! Es wäre furchtbar, wenn die Oper stehen bliebe. Wir sind ja kein Museum. Jedes Stück steht für mich auf dem Prüfstand. Was sagt es uns heute noch? Und natürlich steht für mich der Mensch im Mittelpunkt – nicht der Videoscreen. Zum Beispiel ist Chorarbeit unglaublich wichtig auf der Bühne. Der Chor ist ein großes Instrument, und die Kollegen wollen gefordert werden! Da können wir nicht nur ein Ablenkungsvideo laufen lassen, und drunter steht unbeweglich der Chor. Das Theater ist doch kein Kino.

Lucia Popp (Sophie, l.) und Brigitte Fassbaender (Octavian, r.) in Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier” 1979 an der Bayerischen Staatsoper in München. Foto: picture alliance/United Archives.

DIE DEUTSCHE BÜHNE „Der Rosenkavalier“ 1972 in München in der Inszenierung von Otto Schenk und unter der musikalischen Leitung von Carlos Kleiber – Sie als gefragtester Octavian weltweit: Kann man diese Art des Inszenierens noch mit heute vergleichen?

Brigitte Fassbaender Natürlich nicht, es gab noch den Begriff „Werktreue“. Damals begann aber, dass einige Schauspielregisseure in die Oper abwanderten. Und das war für uns Sänger, die wir darstellerisch genauso gefordert werden wollten wie musikalisch, eine tolle Bereicherung. Dieses textanalytische und schauspielerische Mitarbeiten. Seitdem ist das zur Selbstverständlichkeit geworden.

DIE DEUTSCHE BÜHNEWie verändert sich eine Rolle, wenn man sie immer wieder neu verkörpert? Erinnern Sie einprägsame Regiekonzepte?

Brigitte Fassbaender Schenk und Kleiber, das war der Nährboden meines
Octavians. Es ist die Rolle, die mich durch die ganze Welt geführt hat, in der man immer neue Facetten entdeckt. Cherubino oder Dorabella erschöpfen sich nach einer gewissen Zeit, der Octavian lange nicht. Aber irgendwann müssen Jüngere ran. Ich kann das nicht als Großmutter noch singen, ich wollte nie alt werden auf der Bühne.

DIE DEUTSCHE BÜHNE 1995 haben Sie Ihre Gesangskarriere zugunsten einer Operndirektion in Braunschweig beendet. War das eine Entscheidung für oder gegen das eine oder andere?

Brigitte Fassbaender Es war eine bewusste Entscheidung, mit dem Singen aufzuhören, weil ich gefühlt habe, dass ich meine Kreise ausgeschritten hatte, meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr in dem Umfang nachkommen konnte, wie ich wollte. Es war früh – aber es war richtig. Diese Operndirektion in Braunschweig kam zufällig zustande. Ich sollte dort „Tristan“ inszenieren, und bei einem Telefonat mit dem GMD ließ der nebenbei fallen, sie würden einen Operndirektor suchen. Ich habe dann aus Quatsch gesagt: „Na, ich bin ja jetzt frei, das kann ich ja selbst machen!“ Noch im selben Moment dachte ich, um Gottes willen, was sage ich da? Aber da hatte er schon angebissen. (lacht) Dort habe ich in zwei Jahren viel gelernt.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Bis es ans Landestheater Innsbruck ging: 13 Jahre an der Spitze eines Fünfspartenhauses: Was war die größte Herausforderung im Spagat zwischen Kunst und Verwaltung?

Brigitte Fassbaender Mein Vertrag dort war insofern gut, weil ich zwei Inszenierungen pro Spielzeit machen konnte und die Möglichkeit hatte, ein junges, starkes Ensemble aufzubauen und zu betreuen. Einige der jungen Sänger habe ich auch stimmlich betreut, wenn sie es wollten. Es kamen aber auch namhafte Kollegen als Gäste, die dort zum ersten Mal große Rollen ausprobieren konnten. Es war ein unglaublicher Lernprozess, verantwortlich zu sein für 400 Leute und das Haus repräsentieren zu müssen.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie waren 1999 die erste Intendantin des Tiroler Landestheaters in der Nachkriegsgeschichte des Hauses. War das überhaupt Thema – eine Frau an der Spitze?

Brigitte Fassbaender Nein, ich war die Chefin und fertig. (lacht) Da wir Erfolg hatten und eine sehr gute Auslastung, ließ die Politik mich in Ruhe. Das Beste, was man erreichen kann, ist, wenn die Politiker von Land und Stadt anfangen, auf ihr Theater stolz zu sein.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Was würden Sie einer jungen Intendantin heute raten?

Brigitte Fassbaender Man muss einen Unterschied machen zwischen Großstadt- und Regionaltheater: Sie sollte sich genau anschauen, wie man dem Publikum entgegenkommt, ohne die eigenen künstlerischen Bedürfnisse zu verraten, wobei man in einer Großstadt sicher viel mehr wagen kann. Vor allem muss man Ensemblepflege betreiben. Man muss präsent und in den Vorstellungen zu sehen sein. Das Ensemble muss das Gefühl haben, dass es wichtig ist, was auf der Bühne getan wird! Nicht nur fürs Publikum, auch für die Leitung des Hauses, damit keine Schlampereien oder Routine aufkommen. Ich habe in meiner Zeit als Sängerin an einigen Häusern mit Intendantinnen gearbeitet. Und ich hatte immer das Gefühl, dass dort, wo das Matriarchat herrschte, die Atmosphäre entspannter war. Frauen sind nicht solche Hähne auf dem Misthaufen. Die Eitelkeit steht vielen Männern im Wege.

Chefredakteurin Ulrike Kolter und Brigitte Fassbaender beim Interview Mitte September 2026. Foto: Tobias Kruse/OSTKREUZ

DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie waren 2009 bis 2017 künstlerische Leiterin des Richard-Strauss-Festivals Garmisch-Partenkirchen, leiten bis heute Ihr eigenes Liedfestival in Südtirol. Sind solche Festivals nach wie vor wichtig?

Brigitte Fassbaender Ich verstehe nicht, warum das Lied eine aussterbende Kunst und bei den Veranstaltern nicht mehr gefragt ist. Früher hatte jede kleinere und mittlere Stadt ein Abonnement für Lied; die großen Häuser haben regelmäßig Liederabende gemacht, die Festspiele sowieso. Das alles ist ausgestorben bis auf wenige Zentren auf der Welt.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Woran liegt das in Ihren Augen?

Brigitte Fassbaender Ich kann es nicht beantworten. Das Lied ist eine intime Zuwendung, und dieses Verhältnis aus Intimität und Live-Erlebnis ist vielleicht durch die Wahllosigkeit der Social-Media- und Eventkultur gestört. Außerdem liest heutzutage kein Mensch mehr Lyrik. Der Text ist beim Lied aber genauso wichtig wie die Musik. Es gibt viele junge Sänger, die sich begeistern für das Lied und darunter leiden, dass es zu wenig Auftrittsmöglichkeiten gibt. Ich bedauere das unendlich, denn für mich war das Lied die größte künstlerische Befriedigung. Deshalb habe ich mich in den letzten Jahren meines Sängerweges überwiegend auf Konzert und Liedersingen konzentriert.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Oper, Lied, Konzert – wenn Sie sich für eines hätten entscheiden müssen, wären Sie dann vermutlich bei der Liedkunst?

Brigitte Fassbaender Oper war für mich immer selbstverständlich. Aber Lied war die beglückende Herausforderung. Die Landschaft des Liedes findet kein Ende! Im Konzert habe ich alles gesungen, was für meine Stimmlage existiert. Aber im Lied ist viel offengeblieben. Man lernt beim Lied so wahnsinnig viel für die Oper: Disziplin, Sensibilität, Fantasie, Innenschau. In der Oper ist man immer jemand anders, muss immer eine Rolle kreieren. Beim Lied ist man ganz bei sich selbst.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Wie hat sich der Sängernachwuchs in Ihrer Perspektive in den letzten Jahrzehnten verändert? Er ist sicher internationaler geworden?

Brigitte Fassbaender Selbstverständlich. Es kommen aus Korea, China und Japan immer mehr hervorragend ausgebildete Sänger mit wunderbaren Stimmen und einer Früherziehung, die es bei uns nicht gibt. In den Schulen gibt es immer weniger Musikunterricht. Und aus Amerika, England, Frankreich, Schweden, Norwegen, aus dem Baltikum, aus Russland, dem gesamten Ostblock kommt sowieso erstklassiger Nachwuchs. Das war aber immer so. Durch die Globalisierung ist das Sängerreservoir inzwischen unerschöpflich. Um den deutschsprachigen Nachwuchs scheint es nicht so gut bestellt zu sein. Es gibt ihn, aber er wird nicht pfleglich behandelt und kaum entdeckt.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Sie haben viele Meisterkurse gegeben, unterrichten bis heute. Ein Kraftakt?

Brigitte Fassbaender Ich gebe Kurse in einigen Opernstudios, bin jedes Jahr in Wien, Zürich und München, dann in Berlin, Frankfurt, Mannheim, Graz, Linz. Am liebsten arbeite ich mit ganz jungen Stimmen, da kann man noch am meisten bewegen und auch vermitteln, dass der Beruf kein Zuckerschlecken ist, es nicht um Geld und Ruhm geht, sondern dass es ein Handwerk ist. Eine beseelte Passion, der man sich hingeben muss, ein Leben lang. Ja! Sonst kann man es lassen, wenn man nicht brennt. Ich sehe das meistens an den Augen, ob einer brennt oder nicht. Das sind die weisen Lehren einer alten Frau. (lacht) Es ist ein Dauerfleiß nötig. Eine Dauerverantwortung auch dem Publikum gegenüber. Die zahlen viel Geld, um einen zu hören. Also muss man sich immer in Bestform präsentieren. Und um die zu erreichen, muss man sehr viele Zugeständnisse machen und dauernd an sich arbeiten. Aus, basta, fertig. Wenn man das nicht weiß, braucht man den Beruf nicht zu ergreifen. Aber – bei aller Begeisterung für das Unterrichten: Die Regie hat in meinem Leben immer noch Priorität. Ich bin bald bei meiner hundertsten Inszenierung angelangt. Die möchte ich noch schaffen …

DIE DEUTSCHE BÜHNE Liebe Frau Fassbaender, wie schafft man es, ein Leben lang so rastlos und mit solcher Energie einen Schritt nach dem anderen zu gehen für die Dinge, die man liebt?

Brigitte Fassbaender Lesen Sie mal mein Buch. Da steht das alles drin. Übrigens habe ich es selbst geschrieben, ohne Ghostwriter, jedes Wort.

DIE DEUTSCHE BÜHNE Würden Sie im Rückblick auf Ihr Leben etwas komplett anders entscheiden?

Brigitte Fassbaender Sicher. Ich habe viele Fehler in meinem Leben gemacht. Da könnte ich einiges revidieren, wenn das möglich wäre. Aber das ist ja wurscht. Hauptsache, man macht weiter und lässt sich nicht unterkriegen von Krisen.

Brigitte Fassbaender und Ulrike Kolter beim Covershooting im Chiemgau. Foto: Tobias Kruse/OSTKREUZ

Ulrike Kolter Porträt

kennt Brigitte Fassbaender schon aus Erzählungen ihrer Mutter, die noch mit ihr gearbeitet und als Mezzo die gleichen Partien gesungen hat. Die Begegnung im Chiemgau war deshalb etwas ganz Besonders.