Das Junge Theater steht oft im Schatten der großen Sparten. Dabei ist gerade das Theater für junges Publikum ein Vorreiter in vielen Bereichen: Nah am Publikum, offen für neue Formen, geübt in Beteiligung und wach für die Fragen der Gegenwart. Unsere neue Ausgabe fragt, warum Kinder- und Jugendtheater trotz knapper Mittel und schwacher Lobby zu den wichtigsten Laboren des Gegenwartstheaters gehört.
Im Schwerpunkt porträtieren wir den Autor und Regisseur Sergej Gößner, blicken auf spartenübergreifende Formate, statistische Entwicklungen, partizipative Projekte und strukturelle Defizite. Außerdem sprechen Katrin Maiwald von der ASSITEJ und Christina Schulz vom Theater an der Parkaue über Chancen und Baustellen einer Sparte, die weit mehr ist als Theater für das Publikum von morgen.
Weitere Themen im Heft sind Milo Raus „Prozess gegen Deutschland“ am Thalia Theater Hamburg, Neustarts in Bamberg, Hannover, Weimar und Essen, das Theatersystem China, existenzielle Opern-Uraufführungen in Bonn und Leipzig sowie aktuelle Debatten über Kunstfreiheit, Gewalt auf der Bühne und toxische Geschlechterbilder