Nach der Pause ist das Spiel dann von allen tragischen Anspielungen befreit; mit dem Tod des Originals Mooshammer – gewohnt intensiv gespielt von Benny Claessens, der erst eine monströse Maske trägt und sich diese dann vom Gesicht zieht – scheint die Inszenierung endgültig beim Fasching, der Lach- und Schießgesellschaft oder beim Edel-Boulevard angekommen. Die kritische Distanz zur Straße ist in diesem Spiel dem freundlichen Beschreiben der Szene gewichen. Mooshammers Tod als Tod der Straße bleibt eine kraftlose Behauptung. Dem Stück, so scheint es, fehlt es an Biss; die Inszenierung mildert, bei aller Klasse der Darsteller, die Schärfe des Textes noch durch eine Personalisierung, die an der sprachlichen monologischen Virtuosität vorbei geht. Auch durch den gut gespielten, aber seltsam musealen Sound der Musiker dominiert das Operettenhafte. Dieser Theaterabend über die Stadt und die Straße des Theaters ist ein zu nettes Geschenk.
