Es ist eine hässliche Geschichte, gerade weil sie an Aktualität nichts eingebüßt hat. Nübling inszeniert sie brillant mehrschichtig, lässt sein hervorragendes Ensemble sämtliche Register des Artifiziellen ziehen und setzt noch einen drauf, wenn er die Bühnen in den Zuschauerraum hinein öffnet, quasi hinein greift ins reale Leben und sich die Figuren von dort holt. Die Grenze zwischen Spiel und Wirklichkeit werden verwischt, schließlich weiß keiner mehr, wem er trauen kann. Selbst Volpone, der sich für den Schlausten hielt, wird doch noch von Mosca überfuchst. Der überlebt das nicht – ach, doch, es ist ja nur ein Spiel. Oder nicht?
