All diese Aspekte über Leben, Zeit und Tod kommen durch das kraftvoll-sensible Spiel Martin Reinkes und die bewusst historisierende Regie überzeugend zum Ausdruck. Etwas undifferenzierter gerät dagegen das überaus verklemmte Ehepaar von Tochter (Birgit Walter) und Schwiegersohn (Michael Weber). Diesem Thema wollte die Inszenierung weniger überzeitliche Bedeutung abgewinnen. Dennoch passen das alte Stück und die junge Inszenierung bestens zueinander. Alte Stücke verdienen eben des Öfteren einen genauen Blick.
