40. Bayerische Theatertage starten in Regensburg
Foto: „... oder kann das weg?“ von Serge Okunev von der Bayerischen Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater in München. © Tobias Zangl Text:Miguel Schneider, am 8. Mai 2026
Vom 8. bis 25. Mai wird Regensburg zum Treffpunkt der bayerischen Theaterszene. Die 40. Bayerischen Theatertage stehen unter dem Motto „Vielfalt leben“ und wollen zeigen, wie Theater in Bayern heute gedacht werden kann.
Heute eröffnen die 40. Bayerischen Theatertage am Theater Regensburg. Bis Pfingstmontag sind 26 von einer siebenköpfigen Jury ausgewählte Produktionen aus ganz Bayern zu sehen. 64 Bühnen hatten sich beworben und insgesamt 92 Stunden Material wurden gesichtet.
Neuer Status
Der Auftakt hat dabei auch eine strukturelle Bedeutung: Zum 8. Mai wurde das Theater Regensburg offiziell zum Staatstheater erhoben. Damit wird aus dem bisher kommunal getragenen Mehrspartenhaus ein Theater mit stärkerer staatlicher Verantwortung und größerer kulturpolitischer Sichtbarkeit. Eröffnet wird das Festival am Abend am Bismarckplatz, anschließend geht es mit einer After-Show-Party weiter.
Am ersten Wochenende bringt das Theater Regensburg Paul Moravecs Oper „The Shining“ nach Stephen King als Europäische Erstaufführung auf die Bühne. Außerdem steht dort mit „Inventur“ ein Auftragswerk von Philipp Löhle im Programm. In den Tagen danach folgen unter anderem der Operndoppelabend „Trial by Jury / Gianni Schicchi“ des Landestheaters Niederbayern, „Sound On!“ von Anna Konjetzky & Co, das ETA Hoffmann Theater Bamberg mit „Kafkas Erzählungen“ und das Theater Schloss Maßbach mit Suzie Millers „Prima Facie“, in dem Anna Schindlbeck die Solorolle übernimmt.
Hybride Formate
Interessant ist auch der Blick auf Formate jenseits klassischer Bühnenabende. Das Brachland Ensemble gastiert in Regensburg mit „The Beginning“ – einem Live-Theater-Science-Fiction-Film – und das Staatstheater Augsburg zeigt mit Sibylle Bergs „Wonderland Ave.“ eine hybride Inszenierung mit VR-Brillen.
Im Tanz sind unter anderem „Natura“ des in München ansässigen Duos Zinada (Jin Lee und Jihun Choi) und Sophie Haydee Colindres Zühlkes und Serhat „Saïd“ Perhats Tanztheaterstück „Grey“ vom Münchner Volkstheater vertreten. Dazu kommt das Rahmenprogramm, das die Stadt selbst einbezieht, wie etwa die partizipative Tanzperformance „Tanz Dahoam“ von Wagner Moreira an mehreren Orten im öffentlichen Raum.
Mit Szenenfotos ausgewählter Produktionen gibt unsere Galerie einen ersten Einblick in das Programm der Bayerischen Theatertage.
- Jin Lee in der Tanzperformance „Natura“ von ZINADA, Jin Lee und Jihun Choi. Foto: Katarina Kolenc
- Anna Schindlbeck in Suzie Millers „Prima Facie“, eine Produktion vom Theater Schloss Maßbach. Foto: Sebastian Worch
- Nach dem Kinderbuch von Moritz Petz und Amélie Jackowski „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ vom Theater Mummpitz im Nürnberger Kachelbau. Foto: Rudi Ott
- „Die Tagebücher von Adam und Eva“, basierend auf dem Buch von Mark Twain, vom Theater Hof. Foto: Dietz Fotografie
- „Heartship“ vom Residenztheater München von Caren Jeß. Foto: Adrienne Meister
- Das Figurentheater „Bewohner“ nach den Aufzeichnungen des Psychiaters Christoph Held vom schauspiel erlangen. Foto: Iko Freese
- Das Tanztheaterstück „Grey“ von Sophie Haydee Colindres Zühlke und Serhat „Saïd“ Perhat vom Münchner Volkstheater. Foto: Gabriela Neeb
- „Bevor ich es vergesse“ nach dem Roman von Anne Pauly von den Münchner Kammerspielen. Foto: Armin Smailovic
- Dietrich Garstkas „Das schweigende Klassenzimmer“ vom Mainfranken Theater Würzburg. V. l. n. r.: Georg Zeies, Eva-Lina Wenners, Nils van der Horst, Patricia Schäfer, Daria Lik und Nils David Bannert. Foto: Laura Legge, Pauline Kuhn
- Das Musical „Seele für Seele“ auf der Buchvorlage von Birgit Simmler vom Festspielhaus Neuschwanstein. Foto: Florian Miedl
- Landestheater Schwaben und „Rufmord“ von Claudia Kaufmann und Britta Stöckle. Foto: Jürgen Bartenschlager
- Ein juristischer Operndoppelabend „Trial by Jury / Gianni Schicchi“. Foto: Peter Litvai
- „Die Erbschaft“ von Jasmin Meindl und Christian Muggenthaler vom Landestheater Dinkelsbühl. Foto: Ludwig Olah
- Duncan Macmillans „Atmen“ vom Landestheater Coburg. Foto: Bastian Suffa
- Das ETA Hoffmann Theater Bamberg mit „Kafkas Erzählungen“ in der Regie von Jasper Brandis. Foto: Marian Lenhard
- „F(la)emme Fatale“, inszeniert von Svea Harder, von der Bayerischen Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München. Foto: Agnes Wiener
- „… oder kann das weg?“ von Serge Okunev von der Bayerischen Theaterakademie August Everding in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater München. Foto: Tobias Zangl
- Das Tanzstück für Jugendliche „sound on!“ von Anna Konjetzky. Foto: Gabriela Neeb


















