Text wie Inszenierung beschränken sich nämlich keineswegs auf billigen Spott über die eindeutig unsympathischen Zeitgenossinnen. Durch den panisch besänftigenden und dabei auch kreativ alternative Interpretationen suchenden kleinen und verunsicherten Mann und durch die Gespräche der Drei über die Unmöglichkeit der Darstellbarkeit ihrer Existenzen im geplanten Film – was auch die ironische Selbstdistanz der Schauspielerinnen zu ihrem Agieren mitschwingen lässt – schlägt der Witz zurück aufs Theater und das lachende Publikum. Die vier Spieler zelebrieren in anderthalb Stunden ein Vorspiel zum unvermeidlichen Scheitern des fiktiven Filmprojekts. Damit feiern sie mit der Autorin auch ein lustvolles Festspiel der Grenzen von Theater: das Begreifbar-Machen von Ignoranz und Schuld bei den Damen strandet auf den Untiefen der Sprache. Oder wie Frau Margot sagt: „Ich stehe hier nicht als Frau! … Ich stehe hier als Idee.“
