Auch bedingt durch die abrupten Übergänge wirken einige Szenen in der Göttinger Inszenierung sehr forciert gespielt. Die fragilen Bande zwischen den Figuren geraten dadurch zur Behauptung. Letztlich inszeniert Klemm einen Todestanz von Noch-Lebenden. Immer öfter wird aus dem Stützen des anderen ein langsamer Tanz. Wenn am Ende der anderthalb Stunden die Begrüßung wieder von vorne beginnt, zeigt sich: Das Treffen war nur eine kollektive Imagination, es könnte auch ganz anders ablaufen. Diese Zweit-Inszenierung des Stücks ist eine geschickte Umsetzung, die es sich aber auch etwas einfach macht mit dem sperrigen Stoff.
