Im zweiten Teil, zur melancholischen Musik von Wojciech Kilar (aus dem Film „Bram Stoker’s Dracula“), verstärkt sich dann der Fokus auf das Schwarz-weiße-Paar, er beobachtet sie, wie sie auf der sich emporschiebenden Drehbühne in klassisch-eleganten Bewegungen tanzt, dann schreitet er gegen die Drehrichtung um diese Bühne herum. Die Blicke, die Begegnungen zwischen beiden werden länger, es wird unklarer, ob der Engel sie verfolgt oder umwirbt.
Mit Arvo Pärts Sinfonie Nr. 3 folgt im dritten Teil dann die Entschleunigung. Es beginnt mit einer scheinbar ins Unendliche reichenden Tänzerreihe, durch die die Frau sich hindurchtanzt, ihr pas de deux mit dem Todesengel von einem zweiten Paar gespiegelt wird. Später tanzt er über ihrem liegenden Körper, doch noch hat er nicht gewonnen, entkommt sie noch einmal. Der Weg zum endgültigen „Zeit.Punkt.“ ist dann ein langer, zu langer Tanz von Engel und Frau auf eine hellleuchtende Öffnung, immer wieder unterbrochen, zurück- und wieder vorwärtsgehend. Dazu tupfen Cello und Klavier ganz sachte Töne, fallen weiße Federchen. Das schrammt hart am Kitsch entlang nach einer ansonsten überzeugenden Zeit-Reise.
