Die Inszenierung deutet gegen Ende mit dem Außenseiter Isak und seinem Heim – vor einem plötzlich enthüllten riesenhaften Neo-Rauch-Bild („Die Lage“) mit fünf Schmieden – auf eine alternative Welt und Kunst abseits von Kirche und Theater; doch wirken gerade Bauers überdeutliche Spielweise und das massive Bühnenbild etwas unpassend im sonst so transparenten Spiel. Insgesamt mäandert die angenehm leichtfüßige Inszenierung jedoch knapp drei Stunden lang melancholisch um Theater, Liebe herum, bietet schöne Szenen, tippt ironisch Leipziger Theaterbefindlichkeiten an, wirkt insgesamt aber auch etwas ziellos.
