So stellt Freiburg eine imposante Oper aus Licht und Liebe, Melodie und Magie auf die Beine, die nicht mehr und nicht weniger als eine klassische Weihnachtsgeschichte zu erzählen vermag: Denn wo die übrigen Besucher der Feier zu Beginn den Nussknacker mit großer Befremdung beäugen, ist Clara ihm vom ersten Moment an zugetan und schenkt ihm im Paradies ihrer Träume eine Heimat. Diese Gabe zeugt von Großmut und lehrt uns die Toleranz gegenüber dem Anderen. Viele der Fantasiegestalten auf der Bühne sind zwar nicht halb so dämonisch wie in Hoffmanns Vorlage. Und doch rufen sie Irritationen hervor. Clara demonstriert uns hingegen das Glück kindlicher Unvoreingenommenheit und weitet unsere Herzen. Das ist vitale Integration, erprobt in theatralischer Leidenschaft.
