Ausstatter Dietmar Teßmann hat als Spielort mit drei Wänden und ein wenig Mobiliar eine nur zur Rampe offene, drückend beengte Einraum-Wohnung gebaut, die auf der großen Bruchsaler Breitwandbühne verloren wirkt. Zudem werden auf eine Bildwand im Hintergrund monströse Hochhaus-Architekturen projiziert, die den Elends-Vorstadt-Charakter des Wohnmilieus verstärken. Milieutypisch auch die Allerweltsbekleidung der Protagonisten, die den Unterschichtenmief geradezu ausdampft. Trotz allem werden zu lateinamerikanischer Musik turbulente Feste gefeiert, tanzt die flippige Marie auf dem Tisch, bejubeln die Gestrandeten ihr Elend, wenn die Flaschen mit billigem Wein zirkulieren, und erleben Momente familiären Glücks.
Schade, dass das im ersten Handlungsteil rasant und komödiantisch forciert ablaufende Spiel, bei dem nur an der Rampe vorgetragene (und ihre Befindlichkeit erläuternde) Monologe der Protagonisten für Ruhepausen sorgen, im zweiten Durchgang abflacht und die verschrobene Struktur des Plots implodiert. Es folgt eine Bombenexplosion mit vermeintlichem Terror-Anschlag, die Familie befreit den als Terroristen festgesetzten Bébert, und Hase-Hase outet sich als Alien, der schlussendlich die Menschheit rettet. Das ist selbst als Traum kein möglicher Ausweg.
