Die eine (Mechthild Scrobanita) hofft kichernd, vielleicht noch jemand kennenzulernen, die andere (Anne Keßler)diskutiert mit ihrem Partner auf Zeit, wer beim Walzer führen soll, schließlich sei sie eine berufstätige, alleinerziehende Mutter. So wie hier bleiben die Szenen für fünf Schauspielerinnen und sieben Schauspieler immer mal wieder im Klischee hängen, so auch, wenn die Männer sich in Computerchinesisch unterhalten und sich der älteste unter ihnen (Peter Prautsch) als Brieftaubenzüchter und „begeisterter Offliner“ outet. Es bleibt oft beim betroffenen „Gut, dass wir drüber geredet haben“-Ton, ob es nun ums Betrogenwerden, Atemübungen oder die Anstrengung geht, den Abstand zwischen den Menschen zu überwinden.
In den Szenen, die „Gemeinsam einsam“, „Walzer“ oder „Steh auf und wandle“ heißen, dürfen die Darsteller laut Programmheft den Text „frei behandeln“ und prompt flicht einer „Wulff“ ein. Alles hat irgendwie mit allem zu tun und gerne reden alle durcheinander, aha, die babylonische Sprachverwirrung. „Puzzle Babylon“ nennen die Autorinnen ihre Szenenfolge, doch bei einem Puzzle hat jedes Teil seinen vorgegebenen Platz, hier jedoch scheint alles willkürlich, eine Nummernrevue ohne zwingenden, inneren Zusammenhang. Und die sieben Todsünden bleiben Behauptung – außer der der Beliebigkeit.
