Boysen ergänzt die Vorlage von Herfurtner mit zwei Eingriffen. Zum einen lässt er, anknüpfend an orientalische Erzähltraditionen, die Schauspieler jeweils eine Fabel erzählen, was manchmal die Erzählstruktur verkompliziert. Das andere Mittel hingegen, deutsche Schlager wie „Frag den Abendwind“ ganz leise und mit hohen Stimmen zu singen, schafft geheimnisvolle Stimmungen. Wenn die Vögel das Ziel ihrer Sehnsucht erreicht haben und der Spiegel sich nicht mehr blind zeigt, wenn alle sich vor dem Spiegel zusammentun, ist das Ende noch nicht erreicht. Es folgt ein Coup: Während das Ensemble „Die Gedanken sind frei“ leise raunt, ist plötzlich der Zuschauer selbst im Bild des Spiegels, wird selbst zum König, der sich ständig neu suchen muss.
