Stream-Planer: Wer streamt was?

Von Jens Fischer am 11.06.2021 • Bild: Unsplash
Das Bild zeigt: Theater gucken vom Sofa – mit unserer Streaming-Liste

Welche Streaming-Angebote im deutschsprachigen Theater gibt es? Wie sind die Kosten und Anmeldeoptionen? Nutzen Sie unsere täglich aktualisierte Liste und schauen Sie Theater daheim! Die Liste ist, ausgehend vom aktuellen Datum, nach unten in Richtung Zukunft sortiert.
 

20.6.2021 / 19.30 Uhr / anschließend bis auf Weiteres / ganztags / Theater Osnabrück: Julian Mahid Carly: Verbindungtsfehler
(Video-Stream, kostenfrei)
„Verbindungsfehler" ist das Gewinnerstück des Osnabrücker Dramatikerpreises 2019 und kommt als Online-Premiere zur Uraufführung. Das Siegerstück wurde aus 133 anonymen Einsendungen ausgewählt. Ursprünglich im Emma-Theater geplant findet die Uraufführung nun im Digitalen Theater statt. Inszenierung: Rieke Süßkow. Kamera, Schnitt, Animation: Jan Riesenbeck.


20., 21.6.2021 / ganztags / Ballett am Rhein: Aszure Barton / Henrique Rodovalho:  Come In / Inquieto
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Ballettdirektor Demis Volpi und die Künstlerische Leiterin der São Paulo Dance Company, Inês Bogéa, verbindet eine lange Tanz-Beziehung. Aus gemeinsamen Gesprächen darüber, wie man auch in Pandemiezeiten in einen künstlerischen Austausch der beiden räumlich weit entfernten Compagnien treten kann, entstand die Idee eines gemeinsamen Streamings. Zur Online-Premiere kommt auf diese Weise eine Choreografie, die die kanadischstämmige Choreographin Aszure Barton Anfang des Jahres mit dem Ballett am Rhein einstudiert hat. Die São Paulo Dance Company steuert für den Stream „Inquieto“ von Henrique Rodovalho bei.


20.6.2021 / ganztags / Bund Deutscher Amateurtheater: Theaterwelten 21
(Online-Festival)
Das digitale Festival wird über Youtube und die Plattform Discord zu erleben sein. Eingeladen sind Gruppen und Akteure aus den Philippinen, der Ukraine, Chile, Mexiko, Iran, Belgien, Tansania, Libanon, Australien und Deutschland. In über 15 digitalen Sessions geben die Theatermacher Einblicke in ihre Arbeit. Die einzelnen Formate werden von den Künstler als Workshops, Arbeitseinblicke und künstlerische Interventionen gestaltet. Im Anschluss an die Sessions gibt es Raum für Fragen, Antworten und Talks. Das Symposium „Männlichkeitsbilder im (Amateur)theater“ soll weiteren Input bieten.


20.6.2021 / jeweils 18, 19.15 und 20.30 Uhr / Schauspielhaus Bochum: Cobratheater Cobra: German Horror Daemonium
(Interaktiver Live-Stream, Tickets: 10 Euro)
Das Netzwerk Cobratheater Cobra eröffnet eine virtuelle Geisterbahn und begibt sich in das Spannungsfeld von Kunst, Politik und Aktion. Dabei trifft das Publikum neben faschistischen Gespenstern der Vergangenheit und Gegenwart auf gute Geister von Widerstandsakteuren, die von ihren täglichen Kämpfen im Netz und außerhalb davon erzählen.



20., 21., 22., 23., 24., 25., 26.6.2021 / ganztags / Hessisches Landestheater Marburg: Hessische Theatertage: Hanna Steinmair: Rage. A Tennis Western
(Video-on-Demand, Tickets: 6, 9, 17 Euro)
Anhand von Tennisspielen werden Facetten von Wut untersucht und beleuchtet. „Kontextualisiert mit diversen theatralen Zeichen des Westerngenres in Verbindung mit allen Axiomen eines Tenniscourts erlebt das Publikum eine spannende und amüsante Annäherung. Race und Gender werden dabei genau so thematisiert, wie der Balanceakt zwischen Rivalität und Solidarität. Da werden Schläger zertrümmert, Balladen gelipsyncht und heroenhaftes Selbstmitleid und unbändige Wut zelebriert. Das macht Spaß und der bleibt ab und an im Halse stecken. Herzliche Empfehlung, nicht nur aber insbesondere an alle Western- und Tennisfans."
(Auswahlkommission Freie Szene)



20.6.2021 / 18 Uhr / 30.6.2021 / 19.30 Uhr / Saarländisches Staatstheater: Pat To Yan:  Eine kurze Chronik des künftigen China
(Video-Stream, Tickets: 5, 10, 20 Euro)
Die Europäische Erstaufführung in der Alten Feuerwache präsentiert das Saarländische Staatstheater als filmischen Zusammenschnitt. Inszenierung: Moritz Schönecker.


20., 27.6.2021 / 19.30 Uhr / Theater Oberhausen: Bertolt Brecht: Im Dickicht der Städte
(Stream, Tickets 5 bis 25 Euro, online jeweils für 24 Stunden)
In einer düsteren Stadt gibt es aggressive Verlierertypen und abhängige Weibsbilder, alle haben unterschiedliche Herkünfte – entwurzelt und vereinsamt. Regisseur Jan Friedrich und sein Team versuchen dem Mechanismus des Kampfes auf den Grund zu kommen und wollen zeigen: Die Exotisierungen und Sexismen bleiben im Stück, selbst wenn sie gestrichen werden – sie fordern auf zur Auseinandersetzung. Dafür hat Julienne De Muirier Texte verfasst.


20., 21., 22., 23., 24., 25., 26.6.2021 / ganztags / Hessisches Landestheater Marburg: Hessische Theatertage: Gal Fefferman: Hineni
(Video-on-Demand, Tickets: 6, 9, 17 Euro)
„Den Präsenzeindruck, den Choreographin Gal Fefferman in ihrer Performance, die Gesang und Bewegung kraftvoll kombiniert, schon in der Filmversion herstellt, hat die Auswahlkommission beeindruckt." (Auswahlkommission Freie Szene)


20.6.2021 / 20 Uhr / Schauspielhaus Bochum: Mon Ch3rix
(Live-Stream, kostenfrei)
Die Oval Office Bar lädt ein zur Verkostung süßer Drinks und ästhetischer Naschereien – am digitalen Tresen. Die Show „Mon Ch3rix“ befragt bei einem Gläschen Likör den „Mythos Mon Chéri“ und damit einhergehende patriarchale und repressive Mythen. Ein Zugang zu der Telegram-App ist erforderlich.


20., 21., 22., 23., 24., 25., 26.6.2021 / ganztags / Hessisches Landestheater Marburg: Hessische Theatertage: Hella Lux: Wearing heavy boots
(Video-on-Demand, Tickets: 6, 9, 17 Euro)
„Hella Lux hat es sich nicht leicht gemacht, denn das Frankfurter Kollektiv beschäftigt sich mit Trauer, ohne vordergründig zu emotionalisieren. Im Gegenteil, die Videoproduktion ringt dem Thema ganz andere Seiten ab: Von der eigenwilligen Ästhetik von Trauerkarten bis zu einem aufblasbaren Haifisch. Ihre Perspektive auf Zurückbleiben und Anteilnahme ist eine Chance zu einem generationenübergreifenden reflektieren über das, was bleibt, wenn jemand für immer geht." (Auswahlkommission Freie Szene)


21.6.2021 / 8 bis 24 Uhr / 27.6.2021 / 18 Uhr / Theater Bielefeld: Hermann Hesse: Demian
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
Hermann Hesses Roman wurde 1919 veröffentlicht und gilt als Psychogramm einer Jugend, die in den Ersten Weltkrieg verwickelt wurde. Hundert Jahre später bestehe diese Ich-Erzählung, laut Theaterangaben, nicht nur durch ihre Zeitlosigkeit im Hinblick auf das Abenteuer des Erwachsenwerdens, sondern auch durch ihre Aktualität in der Beschreibung einer Welt, die im Begriff ist, sich neu zu ordnen. Inszenierung und Bühne: Michael Heicks.
 

21.6.2021 / ganztags / 27.6.2021 / 18 bis 24 Uhr / Theater Bielefeld: Hermann Hesse: Demian
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
Hermann Hesses Roman wurde 1919 veröffentlicht und gilt als Psychogramm einer Jugend, die in den Ersten Weltkrieg verwickelt wurde. Hundert Jahre interessiert Regisseur Michael Heicks diese Ich-Erzählung durch ihre Aktualität in der Beschreibung einer Welt, die im Begriff ist, sich neu zu ordnen.

 

21.6.2021 / 10, 13, 16 Uhr / Hessisches Landestheater Marburg: Hessische Theatertage: Dana Maxim und Kai Eng: Skin on screen
(Video-on-Demand, Tickets: 6, 9, 17 Euro)
Das Duo führt auf eine Reise durch Googledocs, Youtube und Zoom. Die Arbeit behandelt das Thema Nacktheit und den Bezug der Performer zur Nacktheit in unterschiedlichen alltäglichen Situationen – im Kunststudio, auf der Bühne, auf den Computerbildschirmen oder in sexuellen oder sexualisierten Situationen.


22., 28.6.2021 / 18 Uhr / Theater Bielefeld: Da geh ich zu Maxim – Novellen der Liebe
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
In einer halbszenischen Operettencollage wirft das Theater Bielefeld einen humorvollen Blick auf amouröse Freigeister, unsichere Liebende, gelangweilte Verheiratete und erotisch Scheiternde. Musikalische Leitung: Gregor Rot, Inszenierung: Nick Westbrock.


Bis 22.6.2021 / 17 Uhr / Staatsoper Hannover: Iris ter Schiphorst: Die Gänsemagd
(Video-on-Demand, Tickets: 5 bis 35 Euro)
Die Kinderoper verwandelt das Grimm‘sche Märchen in Musiktheater für Kinder ab sechs Jahren. Regie: Friederike Blum.


22.6.2021 / 18 Uhr / Schauspiel Köln: Fernanda Melchor: Saison der Wirbelstürme
(Video-Stream, Tickets: Bezahl so viel du magst)
Die Autorin siedelt ihr Gesellschaftspanorama über Korruption, Folter, Orgien und Femizide zwischen Bordellen und Kneipen an. Regisseurin Mina Salehpour nimmt sich diesem Schauermärchen in ihrer ersten Arbeit am Schauspiel Köln an und entwickelt eine sechsteilige Serie, die en bloc gestreamt werden.

22., 23., 24., 25.6.2021 / ganztags / Theater Bielefeld: PLAY!/WILDwest
(Live-, Video-, Workshop-Streams, kostenfrei)
Mit einem breitgefächerten Programm lädt das Theater Bielefeld zu diesem Festival ein, bei dem das „5. WILDwest Seniorentheatertreffen NRW“ auf das hauseigene „Festival junges Theater PLAY!“ trifft. Unter dem Motto „Alles könnte anders sein #Empathie“ steht der Dialog zwischen den Generationen im Fokus.

 

22.6.2021 / 20 Uhr / Schauspiel Leipzig: Lukas Rietzschel: Widerstand
(Video-Stream, Tickets: 10, 20 Euro)
„Widerstand“, als Auftragswerk entstanden für das Schauspiel Leipzig, wurde aufgrund der gegenwärtigen Pandemie-Situation als Theater-Film erarbeitet. Regie führt Enrico Lübbe, seit 2013 Intendant am Schauspiel Leipzig. Die Bühne entwirft Hugo Gretler.


22.6.2021 / 18 Uhr / Staatsballett Berlin: Sharon Eyal und Gai Behar: Half life
(Video-on-Demand, kostenfrei, online jeweils für 24 Stunden)
Gemeinsam mit Gai Behar leitet Sharon Eyal die L-E-V Dance Company. Beide entwickelten diese Choreografie 2017 für das Königlich Schwedische Ballett Stockholm. Die Musik von Ori Lichtik ist während des choreographischen Prozesses entstanden.


23., 29.6.2021 / 20 Uhr / Schauspiel Leipzig: Marco Damghani: Die Leiden des jungen Azzlack
(Video-Stream, Tickets: 8, 15 Euro)
Das szenische Projekt erlebt mit Schauspieler Eidin Jalali unter der Regie Marco Damghani digitale Uraufführung. Es verhandelt den Alltag des jungen A. Er lebt in Europa und in einem seit Generationen von Einwanderung geprägten Land. In seinem Alltag wird er immer wieder mit Fragen konfrontiert, die sich einst ein junger Mann namens Werther nicht stellen musste, ein Anton, Benedikt oder Claudius wohl selten stellen muss. Auch wenn sein Name für manche fremd klingt, hat er den gleichen Pass wie sie und erzählt seine Geschichte von seinem Standort aus, aus Deutschland.


23.6.2021 / 18 Uhr / Theater Bielefeld: Mary Shelley: Frankenstein
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
Das Regieduo Tuschy/ Suske (Hajo Tuschy und Jacob Suske) erzählt die Geschichte mit vier Schauspielern aus der Perspektive des aufstrebenden Forschers.
 

24., 25., 26., 17.6.2021 / ganzrtags / Theater Dortmund: Future Lovers
(Diverse Video-Stream- und Live-ormate)
An vier Tagen wird das Schauspiel Dortmund einen Raum für queere Perspektiven schaffen – u. a. nimmt Antje Prust das Publikum mit auf eine Recherche der queer-feministischen Tanzrituale. Belendjwa Peters Solo-Musical „MWINDA“ feiert Premiere. Tanz- und Schreibworkshops sind Teil des Programms. Talk und Gesprächsrunden suchen nach den queeren Perspektiven im Ruhrgebiet, nach der Kunst als Selbstermächtigung und dem Theater als (Verun-)Möglichkeitsraum. Jayrôme C. Robinet offenbart seine Ideen und Impulse über die Zukunft und gefeiert wird der „Future Love Mini Ball (Hosted by Crystal Solar Saint Laurent)“.


24.6.2021 und 1.7.2021 / 18 Uhr / Theater Bielefeld: Simone Sandroni: Im Rausch
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
Das diffuse Knäuel von Emotionen, das wir seit Beginn der sozialen Distanzierung mit uns umhertragen, versucht Chefchoreograf Simone Sandroni zu entwirren. Unsere Rezension steht hier.


24., 25.6. und 1., 2., 8., 9.7.2021 / 20 Uhr / Landestheater Linz: Hugo von Hofmannsthal: Elektra
(Zoom-Live-Stream, Tickets: 10 Euro)
Ein königliches Familiendinner per Zoom – mit weißer Tischdecke, blutroten Gedanken und eiskalten Rachewünschen: Elektras Mutter hat Albträume, ihre Schwester Chrysothemis wünscht sich nur ein normales Leben, ihr Bruder Orest fehlt und Elektra selbst kann die Leiche im Keller nicht vergessen. Und sie will Rache. Inszenierung: Nele Neitzke.


25., 29.6.2021 / 18 Uhr / Theater Bielefeld: Molière, Heinrich von Kleist: Amphitryon
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
Die Risse der menschlichen Identität werden in Heinrich von Kleists pointenreichem Lustspiel tragisch und komisch zugleich dargestellt. Inszenierung: Cilli Drexel.


25., 26.6.2021 / 20 Uhr / Junge Bühne Ostfildern: Matthias Hahn: Doktor Jekyll und Fräulein Hyde
(Live-Stream, Tickets: 5 Euro)
Erzählt wird die Geschichte von Dr. Jekyll, der an der Formel zu absoluter Vollkommenheit arbeitet. Es kommt wie es kommen muss, das Mittel verändert leider nicht nur den Körper, sondern auch die Persönlichkeit und so wird nach einem Selbstversuch aus Dr. Jekyll Mr. Hyde, ein bösartiger, skrupelloser Unmensch. Regie: Torsten Hoffmann.


25.6.2021 / 19 Uhr / Landesbühne Sachsen und Societaetstheater Dresden: Nach Lewis Carroll von Roland Schimmelpfennig: Alice im Wunderland
(Video-Stream)
Die Inszenierung von Sandra Maria Huimann lädt dazu ein, das Kindermärchen  aus einer anderen Perspektive zu erleben: Alice ist hier nicht nur ein junges Mädchen, sondern vor allem eine alte Frau, die an Demenz erkrankt ist und versucht die Kontrolle über ihre Gedanken und ihr Leben zu behalten.


25.6.2021 / 18 Uhr / Staatsballett Berlin: Anouk van Dijk: Distant matter
(Video-on-Demand, kostenfrei, online jeweils für 24 Stunden)
Anouk van Dijk, derzeit Leiterin der australischen Tanzcompagnie Chunky Move, erarbeitete eine Uraufführung mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts Berlin. Von der Rotterdam Dance Group kommend und nach einigen Jahren bei der Pretty Ugly Dance Company hat Anouk van Dijk eine eigene Bewegungsmethode, die „Countertechnique“, entwickelt. Jede der Bewegungen mit einer Gegenbewegung in Balance zu bringen, ist das Konzept. Aufzeichnung vom 1. Juni 2019.


26.6.2021 / 19.30 Uhr / Residenztheater München: Michel Decar: Rex Osterwald
(Zoom-Live-Stream, Tickets: 15 Euro)
Inszenierung von David Moser, Masterstudent im Fach Schauspielregie an der Theaterakademie August Everding. Lukas Rüppel spielt einen Politiker, dessen Wahlprogramm allen Wählern ausschließlich Wellnessbehandlungen verspricht, aber der sich letztlich doch am besten mit dem Anrichten von Blutbädern auskennt.


26.6., 2.7. und 13., 27.8.2021 / 19.30 Uhr / Wuppertaler Bühnen: Luigi Nono: Intolleranza 2021
(Video-Stream)
Regie-Altmeister Dietrich W. Hilsdorf, Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Nicola Reichert verorten die Handlung konkret in unserer Realität und fragen nach der Aktualität dieses politisch aufgeladenen Stoffes in der von Krisen zutiefst verunsicherten Welt des 21. Jahrhunderts.


27.6. und 2.7.2021 / 19.30 Uhr / Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen: Giuseppe  Spota: Notre-Dame de Paris
(Video-Stream, kostenfrei)
Victor Hugos historisches Roman-Panorama „Notre-Dame de Paris“ („Der Glöckner von Notre-Dame“) bildet die Folie für Giuseppe Spotas neuen Tanzabend, in dessen Zentrum die Figur der Esmeralda steht. Der naive Soldat Phoebus, der zwielichtige Geistliche Frollo und der körperlich benachteiligte Quasimodo projizieren ihre unerfüllten Sehnsüchte auf Esmeralda, die sie nicht nur um ihre Ungebundenheit beneiden, sondern auch um ihren Mut, sich über Grenzen hinwegzusetzen.


27.6.2021 / 18 Uhr / Theater Bielefeld: Nicolas Berge, Helena Cánovas i Parés, Javier Vázquez Rodriguez und Manfred Weiß: All days for future
(Video-Stream, Tickets: 5 bis 100 Euro)
Sehr zeitig haben sich Theater und Regieteam dafür entschieden, die als „live und mittendrin“-Erlebnis geplante unkonventionelle Inszenierung im Foyer der Rudolf-Oetker-Halle in einen Theaterfilm zu verwandeln, um einem pandemiebedingten Ausfall kreativ entgegenwirken zu können. Die Filmregie erweitert die Theaterinszenierung, die die Faszination von thematisch aktuellem Musiktheater in Kombination mit Neuer Musik erlebbar machen will. Musikalische Leitung: Julian Wolf, Inszenierung: Robert Lehmeier.


Bis 30.6.2021 / Theater Kiel: Nino Haratischwili: Z
(Video-Stream, Tickets: 6 Euro)
Nino Haratischwilis Theaterstück gibt der »Generation Z« – also den Menschen, die in den Jahren zwischen 1995 und 2010 geboren wurden – eine Stimme und nimmt die Zukunftsängste und Hoffnungen dieser Generation in den Fokus. Die Schauspieler Tiffany Köberich, Maximilian Herzogenrath und Tristan Steeg sowie Kostümassistentin Theresa Dettmann haben das Stück in eigener Initiative und als Ensembleprojekt in einen Theaterfilm verwandelt, den sie nachts im leeren Schauspielhaus in nur einer durchgehenden Aufnahme gedreht haben.


Bis 1.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Johann Wolfgang von Goethe: Urfaust
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Anders als in „Faust. Der Tragödie erster Teil“ ist diese Version ganz vom Zeitalter des Sturm und Drang geprägt: in der Sprache ungeschliffener und kräftiger, die Handlung mehr auf die Liebesgeschichte eines jungen Intellektuellen fokussiert und weniger auf das metaphysische Menschheitsdrama zwischen Himmel und Hölle. Inszenierung: Peter Oberdorf.
 

Bis 1.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Johann Strauss: Die Fledermaus
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Landestheater Niederbayern präsentiert die Operette in Wienerischer Kaffeehausatmosphäre in einer Fassung für Klavier und Streichquartett. Musikalische Leitung: Basil H. E. Coleman. Inszenierung: Stefan Tilch.


Bis 1.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Musikalische Leitung: Basil H. E. Coleman, Inszenierung: Christiane Piegger.


Bis 2.7.2021 / ganztags / Schauspiel Köln: Ewald Palmetshofer nach Christopher Marlowe: Edward II. Die Liebe bin ich
(Video on demand, Tickets ab 1 Euro)
Die Regisseurin Pınar Karabulut inszeniert das Bühnenstück als sechsteilige Miniserie. Autor Ewald Palmetshofer verlegt dafür die Konflikte der handelnden politischen Persönlichkeiten ins Private, so dass Sehnsucht und persönliches Glück kämpfen gegen Verantwortung und Machtinteressen.
Während des Streams können englische Untertitel ausgewählt werden.


Bis 1.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Giacomo Puccini: Madama Butterfly
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Mit großem Einfühlungsvermögen zeichnet der Komponist das Portrait einer bedingungslos liebenden Frau zwischen Traum und Sehnsucht, Hoffnung und Enttäuschung, Liebe und Verzweiflung. Musikalische Leitung: Basil H. E. Coleman, Inszenierung & Choreografie: Jonathan Lunn & Amir Hosseinpour.


2., 3., 4.7.2021 / 19.30 Uhr / Schauspielhaus Bochum: Manuela Infante: Noise. Das Rauschen der Menge
(Live-Stream, Tickets: 5 bis 25 Euro)
Die Arbeit der Chilenin Manuela Infante zeichnet sich durch die szenische Artikulation philosophischer Fragestellungen aus. 2019 gewann sie mit ihrem Stück „Estado Vegetal“ den Werkauftrag des Stückemarkts des Berliner Theatertreffens. Am Schauspielhaus Bochum, dem Partnertheater des Stückemarkts, entsteht nun die Uraufführung ihres neuen Stücks. In der Inszenierung untersucht sie gemeinsam mit Ensemble-Mitglied Gina Haller, ob das vielstimmige Rumoren gesellschaftlicher Proteste und Demonstrationen, dieser Lärm der wütenden Menge, vielleicht nicht Störung, sondern politisches Signal für Veränderung ist.


Bis 2.7.2021 / ganztags / Theater Bielefeld: Dominik Busch, David Gieselmann, Laura Naumann, Anne Jelena Schulte: 4 Hörspiele: Bggnng
(Audio-Stream, kostenfrei)
Was passiert, wenn vier Dramatiker dieselben vier Anhaltspunkte haben, um jeweils eine Hörspielfolge zu schreiben? Schauspieler des Theaters Bielefeld konnten im Vorfeld darüber abstimmen, welche verbindenden Elemente es sein sollen, lassen nun der Fantasie von Dominik Busch, David Gieselmann, Laura Naumann, Anne Jelena Schulte freien Lauf und werden die vier Folgen einsprechen.


Bis 4.7.2021 / ganztags / Theater Krefeld und Mönchengladbach: Kobie van Rensburg: The Plague
(Video-on-Demand, Tickets: 10 Euro)
Ein Pasticcio ist zu erleben, eine Musiktheaterform der Barockzeit, in der Ouvertüren, Arien, Duette und Ensembles zu einem neuen Werk zusammengestellt werden. Hier sind es 28 Stücke, hauptsächlich von Henry Purcell, dazu je ein Werk von Thomas Ravenscroft und Pelham Humfrey. Das Sängerensemble wird im Bluescreen-Verfahren gefilmt und digital in ein Phantasie-England des 17. Jahrhunderts transferiert. Erzählt wird in Schwarz-Weiß-Bildern eine Pest-Geschichte von Angst, Sehnsucht, Trauer und Hoffnung, gespickt mit schwarzem Humor.


Bis 4.7.2021 / ganztags / Staatstheater Braunschweig: Toshio Hosokawa: Hanjo
(Video-Stream, kostenlos)
Libretto von Toshio Hosokawa nach dem gleichnamigen Nō-Spiel von Yukio Mishima. In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Operndirektorin und Regisseurin Isabel Ostermann will gemeinsam mit Ausstatter Stephan von Wedel mit Hilfe von filmischen Mitteln vor allem das Spannungsfeld der unterschiedlichen emotionalen Zustände und Wahrnehmungen in den Fokus rücken. Die Musikalische Leitung liegt bei Alexis Agrafiotis. Es singen Jelena Banković (Hanako), Milda Tubelytė (Jitsuko Honda) und Maximilian Krummen (Yoshio). Es spielt das Staatsorchester Braunschweig.


Bis 11.7.2021 / ganztags / Landestheater Linz: Alice im Wunderland
(Video-on-Demand, Tickets: 0 bis 10 Euro)
Die Neugier führt Alice in eine verrückte Welt: Mäuse rappen, Katzen grinsen und Eier singen – und dann ist da noch die Nichtgeburtstagsfeier der Herzkönigin. Wird Alice ihren Weg nach Hause finden? Inszenierung: Nele Neitzke. Für alle ab sechs Jahren.


Bis 11.7.2021 / ganztags / Landestheater Linz: Faust Short Cuts
(Video-on-Demand, Tickets: 0 bis 10 Euro)
Aus Protest besetzt der junge Fritz (Friedrich Eidenberger)  das Theater und erzählt und spielt den Klassiker aus eigenem Erleben nach. „Für innovative Formate, die über die Bühnen hinausgehen“ wurde die Online-Version der Inszenierung mit dem Spezialpreis der „STELLA*21“-Jury ausgezeichnet, eine Initiative der ASSITEJ Austria. Konzept und Inszenierung: Nele Neitzke. Für alle ab 13 Jahren.


Bis 4.7.2021 / ganztägig / Dresdner Semperoper: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Für die Aufzeichnung mit unter anderem René Pape, Klaus Florian Vogt und Nikola Hillebrand steht Kapellmeister Christoph Gedschold am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Regisseur und Gärtnerplatztheater-Intendant Josef E. Köpplinger deutet als Coming-of-Age-Story. Unterstützt von den Bildern des Bühnenbildners Walter Vogelweider.


Bis 10.7.2021 / ganztags / Landestheater Coburg: Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Auf Youtube besteht die Gelegenheit, das zweieinhalbstündige Stück inklusive einem Pausengespräch mit Regisseur Dominik Wilgenbus und dem musikalischen Leiter Johannes Braun anzuschauen. Ausgestattet mit vom Rokoko und vom Rock ’n’ Roll beeinflussten Kostüme entstand eine Inszenierung im historischen Saal des Coburger Landestheaters, das die Zuschauer mitten hineinnimmt in die Welt des Theaters und in Mozarts Oper, die das Phänomen der Liebe im Spannungsfeld von Verrat und Treue, Selbstaufgabe und Freiheit ergründet.


Bis 31.7.2021 / Theater Koblenz: Wilhelm Jacoby und Carl Laufs: Pension Schöller
(Video-Stream, Tickets: 9 Euro)
Die Inszenierung von Christian Schlüter des vor 130 Jahre uraufgeführten Komödienklassikers wurde den aktuellen behördlichen Vorgaben entsprechend adaptiert und für den Online-Spielplan aufgezeichnet.


Bis 8.8.2021 / ganztags / Theater Koblenz: Martin Crimp: Auf dem Land
 (Video-on-Demand, Tickets: 9 Euro)
Eines Abends steht Richard in der Tür seines abgeschiedenen Hauses, auf seinen Armen eine bewusstlose Frau. Am Straßenrand habe er sie entdeckt, erzählt er seiner Frau, und aus ärztlicher Beistandspflicht mitgenommen. Nach und nach stellt sich jedoch heraus, dass diese Frau seit Langem seine Geliebte ist … Regie: Caro Thum.
 

Bis 11.9.2021 / ganztags / Staatsoper Hamburg: Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Regisseurin Amélie Niermeyer stellt das Thema der fehlenden geschlechtlichen Gleichberechtigung in den Fokus und hebt hervor, dass die Macht noch immer vorwiegend in Männerhand liegt. Die russische Koloratursopranistin Venera Gimadieva ist als Titelheldin zu erleben. Ihren Geliebten Sir Edgardo di Ravenswood verkörpert der Tenor Francesco Demuro. Die Neuproduktion hatte am 20. März 2021 ihre Premiere ohne Publikum, gezeigt wird die Aufzeichnung vom 11. Juni 2021.

 

Bis 17.10.2021 / ganztags / Deutsche Oper am Rhein: Boris Blacher: Romeo und Julia
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Unter der musikalischen Leitung von Christoph Stöcker wurde die Kammeroper aus sechs Kameraperspektiven im Theater Duisburg aufgezeichnet. Regisseur ist Manuel Schmitt. In deutscher Sprache, mit englischen, französischen und deutschen Untertiteln und zusätzlich automatischer Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.


Bis auf Weiteres / ganztags / Theater Osnabrück: Rebekka Kricheldorf: Das Waldhaus
(Video-on-Demand, Tickets: 9 Euro)
Die Genres des Psychothrillers und des Horrors waren seit den frühen Siebziger-Jahren des 20. Jahrhunderts Spiegel- und Zerrbild gesellschaftlicher (Fehl-)Entwicklungen. In diesem Geiste schreibt Rebekka Kricheldorf in ihrem Auftragswerk für das Theater Osnabrück einen Thriller über Verschwörungstheorien und eine dunkle Parallelgesellschaft – als Abrechnung mit dem gefährlichen Gedankengut des germanisch-braunen Sumpfes.


Bis auf Weiteres / ganztags / Horns Erben Leipzig: Theater Adolf Südknecht: Adolf Südknecht macht rüber!
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Theater stellt vor dem Hintergrund der heraufziehenden deutsch-deutschen Teilung seine Titelfigur vor die Zerreißprobe: Flucht versus Zukunftslosigkeit. Die Theaterserie wird in Leipzig seit 2012 gespielt. Die neue Episode wurde live von einem Dutzend Kameras aufgezeichnet – in kleiner Besetzung, ohne Zuschauer und in einem Rutsch durchimprovisiert.


Bis auf Weiteres / ganztags / Nationaltheater Mannheim: Jean-Philippe Rameau: Hippolyte et Aricie
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Als Vorlage für sein Erstlingswerk hat Rameu die „Phädra“-Tragödie Racines gewählt. Regisseur Lorenzo Fioroni will dem revolutionären Genie Rameaus nachspüren und der Oper gemeinsam mit dem Barockspezialisten Bernhard Forck zur (nachgeholten) Mannheimer Erstaufführung verhelfen.


Bis auf Weiteres / ganztags / Münchner Volkstheater: Spielzeit
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Regiestudierende der HFF München haben eine Webserie entwickelt und diese mit dem Ensemble des Münchner Volkstheaters umgesetzt. Arthur Schnitzers „Reigen“, der vor fast 100 Jahren in Berlin uraufgeführt wurde, bildet die Vorlage für kurze, pointierte Szenen, die Einblicke in den Theateralltag und Probenwahnsinn in einer besonderen Zeit geben. Gezeigt wird der Versuch, Kunst zu produzieren während einer Pandemie.

 

Bis auf Weiteres / ganztags / Staatstheater Cottbus: Antigone Neuropa
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Die Uraufführung des polnisch-luxemburgischen Regisseurs Filip Markiewicz und der Schauspieldirektorin des Staatstheaters, Ruth Heynen, feierte 2020 in Kooperation mit dem Lausitz Festival im Hangar 5 auf dem Flugplatz Cottbus Premiere. Schauspiel, Tanz, Musik, Gesang und Videokunst sollen in der Video-Aufzeichnung zu einer sinnlichen Performance verschmelzen. Es  kommen Texte von Sophokles, Seamus Heaney, Judith Butler, Hannah Arendt, Luce Irigaray, Slavoj Žižek und des Regisseurs zu Gehör.


Bis auf Weiteres / ganztags / Landestheater Niederbayern: Rainer Werner Fassbinder: In einem Jahr mit 13 Monden
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Der Film, der als Bühnenfassung am Landestheater Niederbayern zu sehen war, kommt nun wieder als Theaterfilm zum Publikum. Er lässt sich sowohl als eine Abrechnung mit dem von Geldgeschäften beherrschten Großstadt-Milieu verstehen, wie auch als eine Verarbeitung einer privaten Tragödie: Fassbinders Freund nahm sich das Leben, nachdem der Filmemacher sich von ihm trennen wollte. Regie: Claus Tröger.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Theater Krefeld MönchengladbachBeuys' Küche
(Video-Stream, kostenfrei)
Joseph Beuys kam 1921 in Krefeld zur Welt. Mit „Beuys‘ Küche” konzipiert Regisseur und Theatererforscher Sebastian Blasius einen Theaterabend, der sich mit Beuys‘ Wirken auseinandersetzt. Eine unterhaltsam-herausfordernde Inszenierung.
 

Bis auf Weiteres: / ganztags / Landestheater Niederbayern: Jean Genet: Die Zofen
(Video-on-Demand, kostenfrei)
2014 endete mit dem Auszug des Landestheaters Niederbayern nach über 170 Jahren die Theatertradition im Landshuter Bernlochner-Komplex, dem 1841 in Betrieb genommenen Theater. Nach fast sieben Jahren Abwesenheit eroberten die Künstler des Landestheaters nun das Gebäude für wenige Tage zurück und drehten darin die Aufzeichnung von Jean Genets modernem Klassiker. Inszenierung: Markus Bartl.


Bis auf Weiteres / ganztags / Utopia München: Cornel Franz und Markus Lehmann-Horn: Hotel Giesing – der Film
(Video-on-Demand, kostenfrei)   
Ein Singspiel, das im Herbst 2020 zweimal aufgeführt wurde. Doch dann kam der Lockdown und seine Schließungen. Deshalb ist der Film entstanden, ein bearbeiteter Mitschnitt der Uraufführung.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Schaubühne Lindenfels Leipzig: Brodsky ... Ferngespräche
(Video-Stream, kostenfrei)
Neun Gedichte von Joseph Brodsky, verfilmt in neun Kapiteln mit einer Performerin, einem Musiker und einem Schauspieler in der Regie von René Reinhardt und Thadeusz Tischbein. Die neun Folgen werden im Februar immer donnerstags im Wochenrhythmus veröffentlicht und bleiben online.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Theater Total Bochum: Der Weg riecht nach Frühling
(Video on demand, kostenfrei)
Eine Performance nach „Siddhartha” von Hermann Hesse. 


Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Dominique Schnizer: Tödliche Entscheidung
(Video on demand, drei Folgen für 10€)
Die Theater-Web-Serie setzt sich im Format Ermittlungsthriller mit Fragen der Schuld auseinander und hinterfragt die Beweggründe seiner Figuren. Während des Live-Streams der Premiere hatte das Publikum die Möglichkeit, per Abstimmung via Internet direkten Einfluss auf den Verlauf der Handlung zu nehmen.


Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Wolfram Lotz: Einige Nachrichten an das All
(Video on demand, kostenfrei)
Nach der Corona-bedingten Absage der Inszenierung schicken die Figuren des Stückes jetzt aus dem digitalen Universum ihre Nachrichten an das All. Ein Experiment im dezentralen Proben und Produzieren, vom künstlerischen Team selbst erdacht und realisiert – in der eigenen Wohnung, an öffentlichen Orten, in und um Osnabrück.
 

Bis auf Weiteres / Oper Halle: Mein Staat als Freund und Geliebte
(Video-Stream, kostenfrei)
Der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler schrieb diese Oper für Chor, Video, einen Schauspieler, einen dramatischen Tenor, Ballett, Orchester und Elektronik – angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus handelt es sich um eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest.


Bis auf Weiteres / Staatstheater Braunschweig: Gregor Zöllig: Tanzwärts!
(Video-Stream, kostenfrei) 
Virtual Edition: Gemeinsam einsam oder Im Innern das Draußen suchen. 
Sehr reizvoller Tanzfilm – unsere Kritik lesen sie hier: https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/wiedererwachte-lockdown-koerper


Bis auf Weiteres / Junge Ulmer Bühne: Johann Wolfgang von Goethe: Faust
(Video on demand, Ticket: 5 Euro)
Der Arbeitskreis Junges Theater Baden-Württemberg präsentiert mit der Website theater-stream.de die Möglichkeit, einige Angebote der regionalen Bühnen online zu schauen. Initiiert und organisiert von der Jungen Ulmer Bühne präsentieren 13 baden-württembergische Theater, vom Staatstheater bis zu Bühnen der freien Szene, Live-Streams und Theaterfilme on Demand, die exklusiv für diese Plattform produziert werden und vor allem für den Einsatz im schulischen Rahmen geeignet sein sollen. Gestartet wird mit der verfilmten „Faust“-Inszenierung von Sina Baajour – ab 15 Jahren.


Bis auf Weiteres / NDR Radiophilharmonie: Peer Gynt: Solveigs Lied
(Video-Stream, kostenfrei)
Corinna Harfouch schlüpft in dieser Videoproduktion der NDR Radiophilharmonie in die Rolle der Solveig und stellt in ihrem Monolog die Perspektive einer liebenden Frau auf einen zerrütteten Charakter in den Mittelpunkt. Ihre melancholischen Betrachtungen sind eingebettet in die musikalischen Sätze der Peer-Gynt-Suiten von Edvard Grieg. Gespielt von der NDR Radiophilharmonie unter Leitung von Hossein Pishkar.
 

Bis auf Weiteres / ganztags / Landestheater Detmold: E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Die Inszenierung der Geschichte des Studenten Nathanael, der als Erwachsener von verdrängt geglaubten Kindheitserinnerungen heimgesucht wird, hat Regisseur Benedikt Grubel im Grabbe-Haus herausgebracht, nun wurde sie auf der großen Bühne des Landestheaters verfilmt.


Bis auf Weiteres / Junge Ulmer Bühne: Odysseus – frei nach Homer
(Video on demand, Ticket: 5 Euro)
Mit einem Audi 80 ausgestattet und einem Schauspieler und einer Schauspielerin besetzt, drehte das Team um Regisseurin Sina Baajour für alle ab zehn Jahren ein Roadmovie im Theaterlager. Die Teppiche werden zum „Ort des Versprechens nach dem Paradiese“, das Hochregal zur Südspitze der Peleponnes und dem Platz der Winde, das blutige Kriegstreiben zum kurzen Figurentheater mit Playmobilfiguren …


Bis auf Weiteres / ganztägig / Dresden Frankfurt Dance Company: #Alterego / Ich bin deutscher Expressionismus
(Videos in demand, kostenfrei)
Eine Reihe von 15 künstlerischen Kurzvideos, die während des Lockdowns von den Tänzern selbst konzipiert und zu Hause umgesetzt wurden.


Noch bis 12.3.2021 / ganztägig / Berliner Festspiele: Berliner Theatertreffen: Schauspielhaus Zürich: Der Mensch erscheint im Holozän
(Video on demand, kostenfrei)
Ein „Visual Poem“ von Alexander Giesche nach der Erzählung von Max Frisch.


Bis 5.6.2021 / ganztags / Deutsche Oper am Rhein: Demis Volpi:  A simple piece
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Mit dem Düsseldorfer Filmemacher Ralph Goertz hat Demis Volpi, Direktor und Chefchoreograph des Ballett am Rhein, sein Stück als Choreographie für Tänzer und Kamera neu entwickelt. Es ist die erste zeitgenössische Choreographie, die auf der Streamingplattform Operavison zu sehen ist.


Bis 25.6.2021 / ganztägig / Oper Frankfurt: Peter I. Tschaikowski: Nur wer die Sehnsucht kennt
(Video-on-Demand, kostenfrei)
In der von Christof Loy entwickelten Inszenierung ist eine Auswahl an Liedern zu erleben, die durch kurze Klavier- und Kammermusikwerke ergänzt wird.


Bis 31.07.2020 / Theater Koblenz: Richard Wagner: Die Walküre, 1.Akt 
(Stream, Ticket ab 5 €)
Konzertante, reduzierte Version unter Beachtung der aktuell geltenden Bestimmungen. Mit vier Kameras wurde dieses Opernkonzentrat für Klavier, Pauke und Violoncello aufgezeichnet. Hier gibt es weitere Streams vom Theater Koblenz.


Bis 31.07.2020 / Theater Koblenz: Steffen Fuchs: Nicht mit dir und nicht ohne dich
(Video-Stream, Ticket ab 9€)
Steffen Fuchs choreographiert coronagemäß 15 Soli für 15 Tänzer – zur Musik von Johann Sebastian Bach: Stephanie Zimmer spielt die „Goldberg-Variationen" in der Version für Harfe. Hier gibt es weitere Streams vom Theater Koblenz.


Bis 31.7.2021 / ganztägig / Theater Koblenz: Richard Strauss: Der Rosenkavalier (Ausschnitte)
(Video on demand, Tickets: 9 Euro)
Monica Mascus, Haruna Yamazaki und Hana Lee präsentieren eine knappe Stunde musikalischer Höhepunkte aus Richard Strauss‘ Werk und kehren damit in ihre Rollen als Feldmarschallin, Octavian und Sophie aus der 2017er-Inszenierung am Theater Koblenz zurück. Eigens für die Online-Produktion wurde eine kammermusikalische Fassung für zwei Klaviere, Celesta und Harfe gefertigt.


 

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