Boris Blacher: Preußisches Märchen

Gespeichert von Roland H. Dippel am Mo., 30.03.2020 - 20:09

Das Streaming-Angebot der Bühnen, das dem verbannten Publikum über die Corona-bedingte Theaterquarantäne hinweghelfen soll, zeigt eine breite Palette möglicher Formate: Von der live gefilmten aktuellen Premiere unter Ausschluss des leibhaftigen Publikum, die nur mehr via Stream das Licht der Öffentlichkeit erblickt, über neue, speziell auf die Situation zugeschnittene Formate zwischen Film und Theater bis hin zu gut abgelagerten Archiv-Entdeckkungen, die die Zuschauer zum Abtauchen in die Rezeptionsgeschichte des gezeigten Werks und seiner Welt einladen.

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Jubiläum mit Industrie- und Laserzauber

In einem früheren Planungsstadium sollte sich der Jubiläums-„Freischütz“ unter interaktiver Beteiligung echten Publikums durch das ganze Konzerthaus Berlin spielen. Mit der ersten Dekade des am 26. Mai 1821 als…

Musiktheater  •  Berlin  •  2021-06-18  •  Konzerthaus Berlin
Carl Maria von Weber: Der Freischütz (200 Jahre „Freischütz“)

Wogender Assoziations-Schwarm

Hier wird eine Menschenmenge selbst zum Rhein. Sie kreist mit den Armen, bewegt sich wellenartig und lasziv mit den Es-Dur-Wogen des „Rheingold“-Vorspiels, wird durch eine ausgefeilte Gesamtchoreographie fast zum Teil…

Musiktheater  •  Berlin  •  2021-06-12  •  Deutsche Oper Berlin
Richard Wagner: Das Rheingold

Das Ende der Moral

Vier Stunden Exzess zeigt diese „Fabian“-Neuinszenierung von Frank Castorf, der nach mehreren Corona-Verschiebungen gestern Erich Kästners Roman am Berliner Ensemble zur Premiere bringen konnte. Aus der Perspektive des…

Schauspiel  •  Berlin  •  2021-06-12  •  Berliner Ensemble
Erich Kästner: Fabian oder Der Gang vor die Hunde

nach Thomas Brasch, Günter Weisenborn: Till Eulenspiegel

Gespeichert von Michael Laages am Do., 10.06.2021 - 09:24

Als wär’s ein neues Abenteuer aus dem kleinen gallischen Widerstandsdorf – kurz vor dem Finale gibt‘s eine Art literarisches Wimmelbild. Die Mitglieder der eher armseligen fahrenden Gauklertruppe, der wir gerade eineinhalb Stunden zugeschaut haben, hauen einander einen Zitatensalat aus Shakespeare-, Schiller- und Goethe-Schwarten um die Ohren; denn noch immer wollen (und müssen sie, um zu überleben) auf dem nahen Schloss und vor dem lokalen Fürsten spielen.

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Nele Stuhler: Gaia googelt nicht

Gespeichert von Barbara Behrendt am Do., 10.06.2021 - 09:20

Corona hat auch schöne Dinge hervorgebracht. Nach dem Lockdown sind am Deutschen Theater gleich zwei neue Bühnen unter freiem Himmel entstanden: auf dem Vorplatz, mit Blick aufs Theater, und im kleineren Innenhof. Das DT ist damit das einzige der großen Häuser der Hauptstadt, an dem nun auch Premieren Open-Air gespielt werden. Ein großer Gewinn für die derzeit so lauen Berliner Sommerabende.

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Apparat Oper auf dem Prüfstand

Kommt ne freie Theatermacherin in die Oper. Schreibt ne Partitur, schickt sie dem Publikum per Kopfhörersystem auf die Ohren. Steht dann selbst auf der Bühne und schmettert sich der Wagnertradition entgegen. Kein Witz,…

Crossover  •  Berlin  •  2021-06-08  •  Deutsche Oper Berlin
Gesine Danckwart: The Making of Blond

Johann Strauss: Der »Zigeuner«baron

Gespeichert von Joachim Lange am Mo., 07.06.2021 - 14:01

In der Komischen Oper kriegt der Titel einer Erfolgsoperette des Walzerkönigs Johann Strauss Anführungszeichen verpasst und heißt jetzt „Der ‚Zigeuner’baron“. Damit werden verbotene Worte demonstrativ auf den Diskurstisch zurückbefördert. Weil die mit Eifer betriebene Korrektur von Sprache und ihrer Begrifflichkeiten (allein) eben nicht die Korrektur von Geschichte oder Befindlichkeiten bewirkt. Und in Kunstwerken schon gar nicht. Regisseur Tobias Kratzer outet sich im Programmheft klar als „Gegner von Verboten gegen das Vokabular fiktionaler Gestalten“.

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Weg mit dem Mythos

„there is no wagner here. no richie. keine neblige gruft. keine wüthende nähe. kein wissender schlaf und kein kühner gott.“ Damit stellt Thomas Köck in seiner Überschreibung von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“…

Crossover  •  Berlin  •  2021-06-03  •  Berliner Ensemble
Thomas Köck: wagner – der ring des nibelungen (a piece like fresh chopped eschenwood)

Das grandiose Theater-Hospital

Vor knapp zwei Jahren hatte am Deutschen Theater in Berlin eine Inszenierung Premiere, die für Wirbel sorgte – ich habe sie damals nicht gesehen. Sebastian Hartmann inszenierte Shakespeares „König Lear“ und erntete…

Stream  •  Berlin  •  2021-05-01  •  Deutsches Theater Berlin
Nach William Shakespeare und Wolfram Lotz: Lear