+++ n e w s +++

Nachrichten

Heidelberg und Freiburg: Tanz-Kooperation ausgesetzt

Die Kooperation der Tanzsparten der Theater Heidelberg und Freiburg wird ab kommender Spielzeit für drei Jahre ausgesetzt. Das haben die Freiburger Intendantin Barbara Mundel und der designierte Heidelberger Intendant Holger Schultze beschlossen. In diesem Zeitraum wollen beide Häuser nach neuen Wegen für ihre Tanzsparten suchen. Das Kooperationsprojekt physical virus colective (pvc) war 2003 aus Kostengründen unter der Leitung von Choreograf Joachim Schlömer begründet worden.

Neuer Förderverein für Bayreuther Festspiele

Die Bayreuther Festspiele haben einen zweiten Förderverein: Neben der etablierten Gesellschaft der Freunde von Bayreuth gibt es nun auch das Team aktiver Festspielförderer (Taff), die sich laut Vorsitzendem Peter Maisel allerdings nicht als Konkurrenz zur rund 5300 Mitglieder starken Gesellschaft sehen. Zu den 100. Festspielen im nächsten Jahr möchte der Verein bereits einen signifikanten Beitrag leisten. Prominentester Unterstützer ist der Dirigent und musikalische Berater der Festspiele, Christian Thielemann.

Gemischte Bilanz in Bad Hersfeld

Die Bad Hersfelder Festspiele haben ihre 60. Saison mit einem hohen finanziellen Defizit beendet. Trotz künstlerischem Erfolg unter der Leitung von Intendant Holk Freytag blieb die Auslastung der vier großen Produktionen in der Stiftsruine hinter den Erwartungen. Im nächsten Jahr soll die Zahl der Vorstellungen deshalb reduziert werden.


Zur Person

Michael Börgerding, derzeit Direktor der Theaterakademie Hamburg, wird ab 2012 Generalintendant des Theaters Bremen. Weil der Vertrag mit dem vorigen Intendanten, Hans-Joachim Frey, vorzeitig aufgelöst worden war, liegen die Geschicke des Hauses bis zu seinem Amtsantritt in den Händen der Spartenleitungen des Theaters.

Neuer Intendant des Münchner Staatstheaters am Gärtnerplatz und Nachfolger von Ulrich Peters wird zur Spielzeit 2012/2013 Josef Ernst Köpplinger. Der Österreicher ist seit 2007 Intendant des Stadttheaters Klagenfurt; die Laufzeit seines Vertrages soll sechs Jahre betragen.

Karin Beier, Intendantin des Schauspiels Köln, hat ihren Vertrag zunächst bis Ende der Spielzeit 2013/14 verlängert. In dieser Zeit wird das Schauspiel wegen Sanierungsarbeiten in Ausweichquartieren spielen. Der Vertrag sieht die Option für Beier vor, um weitere drei Jahre zu verlängern. Diese Option besteht für sie jeweils von Jahr zu Jahr.

Inzwischen hat ein von der Stadtverwaltung in Auftrag gegebenes externes Gutachten ermittelt, dass die Sanierungskosten mit 280 Millionen Euro deutlich höher ausfallen als von der Bürgerinitiative Mut zur Kultur veranschlagt. Die Kalkulation für die fallen gelassene Neubauversion hatte bei 295 Millionen Euro gelegen. Nun wächst der Disput zwischen Stadt und Bürgerinitiative (vgl. DDB 5/2010).

Auch der Generalmusikdirektor der Stadt Köln und Chefdirigent des Kölner Gürzenich-Orchesters, Markus Stenz, hat seinen Vertrag um drei Jahre bis einschließlich der Spielzeit 2013/14 verlängert.

Der Vertrag von Gerhard Weber, seit der Spielzeit 2003/04 Intendant des Theaters Trier, wurde bis 2015 verlängert.

Am Theaterhaus Jena gibt es ab der Spielzeit 2011/12 eine neue künstlerische Leitung: Moritz Schönecker wird als Nachfolger von Markus Heinzelmann Künstlerischer Geschäftsführer; die Dramaturgie wird Jonas Zipf übernehmen, die Abteilung Musik Felix Lange und Veronika Bleffert. Ausstattungsleiter wird Benjamin Schönecker, Hausautorin Claudia Grehn.


Ehrenplatz

Mit dem diesjährigen Paul-Hindemith-Preis wurde der 33-jährige Hamburger Komponist Sascha Lino Lemke ausgezeichnet. Der Preis für junge Komponisten ist mit 20000 Euro dotiert und wurde beim Schleswig-Holstein Musik Festival verliehen.

Der 27-jährige deutsche Dirigent David Afkham ist Preisträger des Young Conductors Award der Salzburger Festspiele. Der mit 15000 Euro dotierte Förderpreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben.

Der mit 60000 Euro dotierte Musikpreis Salzburg 2011 ist dem österreichischen Komponisten Friedrich Cerha zuerkannt worden.

Die Preisträger der Nürnberger Theaterpreise stehen fest: Den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis erhält Jutta Richter-Haaser, ein mit 3000 Euro dotierter Produktionspreis geht an Regie und Ensemble von „Die Ermittlung“ von Peter Weiß.

Die Nachwuchspreise der Luisenburg Festspiele Wunsiedel, die mit jeweils 1000 Euro dotiert sind, gehen in diesem Jahr an die Schauspieler Johann Anzenberger und Caroline Hetényi.

Harry Kupfer zum 75. Geburtstag. Nach seinem Studium der Theaterwissenschaft in Leipzig und Stationen in Stralsund, Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) und Weimar wurde Kupfer 1972 Operndirektor und Chefregisseur der Staatsoper Dresden, ehe er ab 1981 die künstlerische Leitung der Komischen Oper Berlin übernahm, die er bis 2002 prägte. Mit weit über 150 Inszenierungen avancierte er zu den profiliertesten Opernregisseuren Europas.

Peter Weck zum 80. Geburtstag. Der in Wien geborene Schauspieler und Regisseur erhielt seine Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar, ehe er sein Bühnen-Debüt am Stadttheater Klagenfurt gab. In den folgenden Jahren spielte er an diversen deutschsprachigen Bühnen sowie am Wiener Burgtheater und am Theater in der Josefstadt. Außerdem wurde Peter Weck durch diverse Film- und Fernsehrollen bekannt.

Heinrich Peter Rose zum 75. Geburtstag. Er war seit 1975 Kulturdezernent in Gelsenkirchen, in dieser Funktion war er zudem als Vorsitzender der Stadttheatergruppe Mitglied des Präsidiums im Deutschen Bühnenvereins.