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Blendwerk schöner Schrittkombinationen Einen lang gehegten Wunsch wollte sich Vladimir Malakhov mit seiner Neukreation des romantischen Balletts „La Péri“ erfüllen. Sein ganzes Vertrauen setzte er dabei auf seine Intuition und die Impulse aus der überlieferten Partitur des Komponisten Friedrich Burgmüller. So schneiderte er sich Intendant, Choreograf und Erster Solist in Personalunion aus der ballettgeschichtlichen Versenkung die Rolle des orientalischen Prinzen Achmed zurecht und aus bewährten Versatzstücken (Soli, Pas de deux, Trio, Gruppenformationen) mit in Bewegung umgesetzten Impressionen lithografischer Dokumente einen formverspielten Abendfüller, der in seiner simpel gestrickten Opulenz von aufeinander folgenden Variationen und Divertissements immerhin lieblich anzusehen war. Seine Uraufführung erlebte der von Théophile Gauthier zwei Jahre nach Giselle für Carlotta Grisi geschaffene Zweiakter leicht verworren angesiedelt im Spannungsfeld irdischer Überdrüssigkeit und himmlischer Idealität 1843 in Paris. Während Jordi Roig sich für seine historisierende Ausstattung (Kerker, Haremspalast, Paradiesgarten) über grafisches Quellenmaterial hinaus am Libretto der Urfassung orientierte, verunklarte Malakhov durch massive Vereinfachungen und Kargheit der inhaltlichen Substanz die dramatisch aufgeladene Vorlage um Achmeds Liebe zu La Péri (als Gast: Diana Vishneva), einem persischen Feenwesen. Allen Bemühungen des untergebenen Freundes Roucem (sprung- und drehsicherer Premiereneinspringer: Arshak Ghalumyan) zum Trotz vermögen weder muntere Musikanten mit Lauten noch grazil die Arme und Hüften schwingende Odalisken Achmeds Trübsal zu vertreiben. Sogar seiner langbeinigen und feurigen Favoritin Nourmahal (Blickfang des Abends: Beatrice Knop) sowie vier leichtfüßigen Prinzessinnen aus Schottland (Elena Pris), Spanien (Elisa Carrillo Cabrera), Frankreich (Corinne Verdeil) und Deutschland (Gaela Pujol) zieht er die Opiumpfeife vor. Bringt sie ihn doch, im Rauschtraum, näher zu der sehnsuchtsvoll Geliebten. Warum diese in die Kleider einer flüchtigen und darum getöteten Lieblingssklavin des Paschas mit Namen Leila schlüpft, um Achmeds Standhaftigkeit auf die Probe zu stellen, blieb mangels choreografischer Deutlichkeit ebenso im Unklaren wie Achmeds auf dem Identitätsklau der Péri beruhende Verurteilung zum Tod. Vielmehr erschöpfte sich Malakhovs Interpretation in einem Heer dekorativ eingesetzter, virtuos-filigran tanzender Péris. Sein Fokus ist Achmeds Spleen, nur mit La Péri Erfüllung zu finden und sei es im Jenseits einer licht- und nebeldurchfluteten Zuckergussapotheose. Vladimir Malakhov: La Peri |
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