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Das Paradies hinter der Sprossenwand In Mannheim findet Erlösung ausschließlich in und durch Musik statt. Friedemann Layer und Tilmann Michael haben Orchester un d Chöre bestens im Griff, zu erleben ist die ganze Farbpalette der Partitur. Joachim Schlömer nimmt die Herausforderungen des Stücks vor allem sportlich. Es wird viel getanzt, gerannt und sogar durch den Raum geflogen. Beim Bühnenbild von Jens Kilian sticht zunächst die große, beleuchtbare Sprossenwand ins Auge, ganz oben ist eine quadratische Luke, hier ist das Paradies. Von dort fällt die Peri anfangs hinab zu Erden bzw. auf einen hereingeschneiten Konzertflügel. Ganz vorne gibt es eine verschiebbare Box, in der mal Landschaftsdias angesehen werden, mal blutige Schüttbilder à la Hermann Nitsch entstehen. Die eigentliche Handlung interessiert Schlömer nur am Rande, es geht ihm vor allem um Paarbeziehungen, um Macht- und Rollenspiele. Das Programmheft gibt ein wenig Aufschluss: Auch um Schumann selber und seine sehr erfolgreiche Frau Clara dreht sich dieser Bühnenzirkus, der auch noch mit Live-Videos und multimedialen Verfremdungseffekten aufwartet. Während die Tänzer sich szenisch recht echauffieren, verharren die Sänger meist statisch an der Rampe. Sie tragen vorwiegend Abendkleidung und verweisen so auf den Oratoriencharakter des Werks, auf dessen angebliche Bühnenuntauglichkeit. Auch die Choristen ziehen sich entweder auf der Bühne um oder singen ihren Part von den Ranglogen aus. Letztlich ist die Mannheimer Produktion leider ein gigantisches Ausweichmanöver, schade um den Aufwand! Robert Schumann: Das Paradies und die Peri |
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