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In Stimmung getanzt „Mad Rush“, ein Stück für Solo Klavier, 1979 von Philip Glass komponiert und hervorragend interpretiert von Alexandra Goloubitskaia, bildet die musikalische Grundlage des von Benjamin Millepied geschaffenen Pas de deux „Closer“, der als eine leichte und beschwingte Hommage an die Liebe von Mann und Frau daherkommt. Musik und Tanz korrespondieren in dieser sich in stetigem Fluss befindenden Choreographie auf äußerst harmonische Weise und scheinen vor allem für Monica Fotescu-Uta wie geschaffen zu sein, wohingegen ihr Partner Mark Radjapov leider an einigen Stellen die nötige Geschmeidigkeit vermissen lässt, um diesen ersten Teil zu einem absoluten Genuss werden zu lassen. Vom Thema Beziehung handelt auch der zweite Teil des Abends, doch widmet sich der viel versprechende, junge Spanier Cayetano Soto einer ganz bestimmten, und zwar der Freundschaft zwischen Marilyn Monroe und Truman Capote. Bruchstückartig werden in „M/C“ gemeinsame Momente der beiden Freunde im New York der 1950er Jahre angerissen, die indirekt auf Capotes literarische Portraitskizze über die Monroe „A Beautiful Child“ verweisen, und in dem Soto sein Talent für amüsante Einfälle ausspielen kann. Gekleidet in weiße Badeanzüge, die dem Modell nachempfunden sind, das die Filmdiva bei einer Fotosession 1956 auf Long Island trug, vollführen die Tänzerinnen zu umschmeichelnden Klavierklängen stilisierte Posen à la Monroe, die von dreckigen Klängen der verzerrten Hammondorgel und den dazu Grimassen schneidenden Männern immer wieder kontrastiert werden, wohingegen bei dem gekonnt in Szene gesetzten Zerbröseln unzähliger Glückskekse Assoziationen an den Besuch eines Chinarestaurants aufkommen. „Second Detail“, der Abschluss des Abends, das 1991 entstandene Stück des Altmeisters der Dekonstruktion, William Forsythe, beweist, dass die Dortmunder Kompanie dem extremen Ausloten von Körperachsen und Bewegungsmöglichkeiten mehr als gewachsen ist. Mit synchroner Präzision tanzt das Ensemble dieses abstrakte Ballett und lässt es zu einem Vergnügen geometrischer Bewegungsformeln werden. „In the Mood“ „in Stimmung“ ist man nach diesem Abend wahrlich, der Lust macht, die Dortmunder Kompanie auch weiterhin auf ihren Ausflügen ins zeitgenössische Repertoire zu begleiten. In the Mood |
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