Wolfram Höll gewinnt den Mülheimer Dramatikerpreis

Für viele galt René Pollesch als großer Favorit auf die Mülheimer Lorbeeren. Sicherlich ein Preis-Anwärter, über den niemand verwundert gewesen wäre. Und der den Preis verdient hätte. Aber er hat in Mülheim nun mal auch schon 2001 und 2006 abgesahnt. Daher ist es ein schönes Signal, dass die Mülheimer Jury eine andere Handschrift, nämlich die des Nachswuchsautors Wolfram Höll ausgewählt hat, dessen Stück "Und dann" am Schauspiel Leipzig zur Uraufführung kam (Regie: Claudia Bauer).

Die Jury gab an, der Text habe unter anderem durch die strenge Formung und hohe Musikalität überzeugt. Das Stück erzählt den Verlust der Mutter aus der Perspektive eines sechsjährigen Jungen und ist 2012 bereits mit dem Hörspielpreis des Stückemarkts beim Berliner Theatertreffen und dem Nachwuchspreis beim Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet worden. Man darf gespannt sein, was Höll am Theater Basel zu Papier bringen wird. Dort ist er ab der Saison 2014/15 als Hausautor tätig!

Bettina Weber